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Fast eine mc-20: Graupner mc-16 HoTT

In MFI 10/2012 fanden Sie eine Kurzvorstellung des Pultsenders mc-20 HoTT. Deren Software entspricht im Wesentlichen der des bereits gut eingeführten Handsenders mx-20. Daher war bei der mc-16 HoTT auch davon auszugehen, dass es sich um die Pultversion der mx-16 handelt. Zur Freude vieler Modellbauer kann die mc-16 aber weitaus mehr…

01_senderSchon seit geraumer Zeit konnte Graupner mit seinem 2,4-GHz-Übertragungssystem HoTT und den dazu neu entwickelten Handsendern mx-12/16/20 zuvor verlorene Marktanteile in der Modellflugszene zurückerobern. Einzig für Pultpiloten hatte man bis vor Kurzem lediglich die mc-32 im Sortiment, die aufgrund ihres Preises (den sie unumstritten wert ist) sicher nicht jedermann’s Sache ist. Mit der mc-20 hat man im vergangenen Jahr den ersten Pultsender für preisbewusste Piloten ausliefern können. Ihre, auf der der der mx-20 basierende Software ist zudem so umfangreich, dass nur wenige Piloten sie auch nur ansatzweise ausreizen können. Und mit 799 Euro war sie vielen auch immer noch zu teuer. In diese Bresche soll nun die ganze 250 Euro günstigere mc-16 springen. Ich war gespannt, was man für’s Geld bekommt.

»Sehr positiv fällt auf, dass es auf der Unterseite der mc-16 nur den Deckel des Akkufachs gibt, aber keine offenen Buchsen oder ähnliches, durch die Feuchtigkeit eindringen könnte, wenn der Sender beispielsweise im feuchten Gras liegt..«

Lieferumfang

09_knueppel

Die Knüppelaggregate sind in Länge und Federhärte einstellbar. Außerdem kann gewählt werden, ob der Pitchknüppel mit Bremse oder Ratsche arbeitet.

Die mc-16 HoTT kommt in einem bunt bedruckten Kasten zum Kunden, der neben dem Sender mit eingebautem, 6.000 mAh fassenden Lithium-Ionen-Akku das zugehörige Steckerladegerät, einen Achtkanal-Empfänger GR-16, eine 4 GB große microSD-Karte, ein USB-Kabel zum updaten von Sender und Empfänger und das 300 Seiten starke Handbuch (natürlich in Deutsch) enthält. Die, doch eher als Pultsender zu sehende, Fernsteuerung ist mit kurzen Steuerknüppeln bestückt; lange Exemplare, wie sie von vielen Pultpiloten eingesetzt werden, fehlen.

Hardware

Die Hardware der mc-16 entspricht größtenteils der der mc-20. Die Qualität des Gehäuses ist sehr gut; es vermittelt ein Gefühl von Wertigekeit, wenn man es anfasst. Neben den in Länge und Federhärte einstellbaren Steuerknüppeln finden sich elektronische Trimmtaster.

11_platine

Die Platinen der mc-16 sind (zumindest allem Anschein nach) identisch mit der der mc-20.

Mittig zwischen den Knüppelaggregaten sind zwei Schiebegeber untergebracht, außen am Gehäuse finden sich zwei weitere Drehschieber. Letztere sind so gestaltet, dass die mc-16 auch als Handsender gut zu bedienen ist, wenngleich ich das eher als Kompromiss ansehen würde. Ein reinrassiger Handsender ist einfach ergonomischer. Mit zwei Dreistufenschaltern (also genug für drei Flugphasen plus Autorotation) ist es dann der Geberausstattung auch genug. Die mc-20 ist an dieser Stelle bereits voll ausgestattet. Natürlich kann man auch die mc-16 weiter ausbauen, wenn es nötig. Entsprechende Einbauplätze sind in Hülle und Fülle vorhanden. Die Kommunikation mit dem Benutzer erfolgt über ein 65 x 31 mm großes, blau hinterleuchtetes Display, das im oberen, leicht angewinkelten Teil des Gehäuses untergebracht und daher gut auch im Flug (Stichwort Telemetrie) ablesbar ist, sowie zwei Tastenfelder mit je fünf Tasten am unteren Ende des Senders. Gegenüber der mc-20 wurden also ein Display (das unten zwischen den Bedienfeldern) eingespart und die Sensor- durch mechanische Tasten ersetzt. Vorn am Sender finden sich hinter zwei Abdeckungen die Ladebuchse sowie die Anschlüsse für Kopfhörer, USB, DSC/Trainer, den microSD-Einschub und die Datenbuchse zur Verbindung mit einer HoTT Smart-Box.

Einen ausführlichen Bericht über Software und Bedienung sowie Beispiele für die Programmierung lesen Sie in der Ausgabe 4/2013 des MFI Magazins.

Fazit

Wem acht Kanäle, nur ein Display und die mechanischen Taster reichen, der bekommt mit der 549 Euro teuren mc-16 HoTT einen zuverlässigen und solide verarbeiteten Sender, dessen Möglichkeiten nicht hinter denen der 250 Euro teureren mc-20 zurückstehen.

-mf-