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Aktuelle Ausgabe

Liebe Leser,

Vor wenigen Tagen telefonierte ich mit einem MFI-Autoren, der mir erzählte, was er beim Verfassen seines Testberichts erlebt hatte. Da das Testmodell auch mit Schwimmern ausgerüstet werden kann, wollte er das Flugzeug natürlich auch in malerischer Kulisse auf dem Wasser eines kleines Waldsees fotografieren. Es ging ihm dabei vor allem um schöne Fotomotive, zum Fliegen war der mit Bäumen umstandene See denkbar ungünstig. Als verantwortungsbewusster Modellflieger hat er dazu natürlich den zuständigen Förster um Erlaubnis gefragt. Mit der recht heftigen Reaktion hat er allerdings nicht gerechnet: Der Fototermin wurde ihm strikt untersagt, man wolle hier keinesfalls Motorenöl im Wasser haben, und überhaupt ginge diese Wildfliegerei ja überhaupt gar nicht! Bei Zuwiderhandlung wurde sogar mit einer Anzeige gedroht! Wohlgemerkt fragte unser Autor nur, ob es in Ordnung sei, wenn er das Modell auf dem Wasser schwimmend fotografiere, fliegen wollte er ja dort nicht einmal. Und auch der Hinweis, dass das Flugzeug einen Elektro-Antrieb und somit keinen Tropfen Öl an Bord hat, konnte nicht überzeugen. Der zuständige Herr vom Forstamt hatte ihn da bereits als potentiellen Umweltfrevler erkannt, der womöglich eine Trümmerwüste oder schlimmeres hinterlässt. Mir scheint, dass wir hier noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, um die Akzeptanz für unser schönes Hobby voranzubringen. Übrigens, der Testflug mit Schwimmern fand statt, allerdings (mit freundlicher Genehmigung des Besitzers) auf einem Baggersee. Das war nicht ganz so fotogen, und deshalb müssen wir auf schöne Bilder der Maule M-7 auf dem Wasser verzichten. Den Bericht finden Sie ab der Seite 79. Und soviel sei vorab verraten: Die Maule fliegt auch hervorragend vom Wasser aus!

Lassen Sie es mich doch wissen, wenn Sie auch schon ähnliche Erfahrungen sammeln mussten oder im Gegenteil vielleicht sogar von der positiven Reaktion Ihres Gegenübers überrascht wurden. Schließlich können wir unsere Mitmenschen nur mit viel Überzeugungsarbeit überzeugen, dass Modellflieger eben keine verantwortungslosen Wildflieger sind, sondern verantwortungsvoll mit dem Hobby und der Umwelt umgehen.

So, nun verabschiede ich mich in den Sommerurlaub und wünsche allen Lesern ebenfalls einen schönen Urlaub! Für Kurzentschlossene hat Daniel Klüh übrigens noch einen Reisetipp: Das Flymuseum in Dänemark ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, zumal dort regelmäßig Flugtage stattfinden, bei denen auch die Museums-Exponate geflogen werden. In meiner Urlaubsplanung ist jedenfalls auch der eine oder andere Flugzeug-lastige Ausflug vorgesehen. Ganz ohne Flieger geht es eben auch im Urlaub nicht!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich Bauen und Fliegen!

Ihr Dirk Klotter

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe:

MFI 9/2018

Titelthema
  • Das Griffon-Monster
    Spitfire Mk XIV von Phoenix Models mit Elektro-Power, Teil 1
Mit MFI unterwegs
  • Flymuseum Danmark
    Ein Museums-Juwel mit Flugtag an Dänemarks Küste
  • Geradewegs nach oben
    50 Jahre Senkrechtstarter Do 31 im Dornier Museum
Segelflug
  • DG-1001
    Klein, aber edel der Segler von Royal Model
Workshop
  • Praxis statt Theorie
    Schubmessung und Gewichtskontrolle mit der Kofferwaage
  • Wie aus einem Guss
    Gußformen für MPX-Stecker von Laser und Frässervice Trost
Elektroflug
  • Speed Canard SC-01
    Der Exot in Voll-GfK von Roke Modell, Teil 2
  • Das Griffon-Monster
    Spitfire Mk XIV von Phoenix Models mit Elektro-Power, Teil 1
  • Maule M-7
    Eine Augenweide zu Land, zu Wasser und in der Luft
Test & Technik
  • Bat-Safe
    So lagert man Akkus sicher
  • PK-Foliencut
    Foliendesign fürs perfekte Finish
  • Ein Haus für die Fräse
    Umhausung von Stepcraft
  • Taranis X-Lite
    Der FrSky-Sender nur für Gamer?
  • PowerPak
    Neues Akku-Konzept von PowerBox Systems
Jet-Modellflug
  • Stabi-System Potenza Aura 8
  • Graupners neuer Handsender mc-32 HoTT

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