Aus der Redaktion

Hier finden Sie Interessantes, Wichtiges, Hintergründiges, Literatur, Multimedia und mehr ...

szene

Treffpunkte, Kontakte, Meinungen, Erfreuliches, Ärgernisse - was ist los in der Modellbauszene...

archiv

Sie haben einen Bericht verpasst oder möchten einfach in alten Ausgaben stöbern…

Home » Aus der Redaktion

VSpeak Vario Pro – Wissenswertes zum neuen Vario von Volker Weigt

Eingereicht

Bereits in MFI 12/2012 hatte Detlef Esser das Sprachausgabemodul und das Vario von Volker Weigt vorgestellt. War unser Autor seinerzeit noch mit der mc-19 von Graupner unterwegs, hier dann mit Jeti 2,4 GHz (das ältere, also kein EX), und hatten seinerzeit die allerwenigsten Fernsteuerungs-Anbieter Sprachausgabemodi, so ist das heute praktisch völlig anders. Und so hat auch  Volker Weigt seitdem sein Sortiment um einige wenige, aber um so edlere Teile weiterentwickelt.

V-speak-vario-proSeit einiger Zeit bietet Weigt zusätzlich zu seinem Standardvario eine Pro-Version an; diese zeichnet sich durch einen wesentlich besseren und (leider auch) teuren schweizer Präzisionssensor aus; darüber hinaus ist der integrierte Beschleunigungssensor (x-, y-, z-Achse) nun in der Lage, Beschleunigungen bis ±24 g zu erfassen (das Standard-Vario reicht hier bis 8 g, und auch das ist bereits eine Hausnummer). Das hält kein manntragendes Flugzeug aus, ein Pilot schon gar nicht – und sicher die wenigsten Modelle! Aber ich kenne da jemanden, der schafft es, per Snap Flap einen 16er Rundstahl zu verbiegen; der könnte nun demnächst feststellen, bei wieviel g das passiert …

V-speak-vario-pro-010

Hier sehen wir, dass der Varioton (Beep) aktiviert ist und als Sensor-ID das EAM ausgewählt wurde.

Natürlich hat auch das Pro-Vario eine Einzelzellenüberwachung bis 4s. Das ist nun nicht so gut wie eine Kapazitätsanzeige, aber – und hier hat Volker Weigt völlig recht (ich habe das mal mit ihm diskutiert) – Zellen altern, der Innenwiderstand erhöht sich, und somit nimmt auch eine Falschmessung zu, die den Anwender in falscher Sicherheit wiegt. Hier ist also die Einzelzellenmessung die korrektere Lösung: Wer sich darauf einstellt, bei ca. 3,3 Volt/Zelle den Motor nicht mehr zu aktivieren, der ist immer auf der sicheren Seite. Auch sich darauf zu verlassen, dass das Regler-BEC es schon richten wird, ist nicht wirklich hilfreich, wenn man in den Bergen tief unter sich kreist – und plötzlich merkt, dass der Motor nicht mehr anläuft. Es ist also (wie fast immer) eine Frage des Blickwinkels.

V-speak-vario-pro-008

Einen Rechtsklick weiter kommen wir zu den aktuellen Warnungen; diese Werte können natürlich angepasst werden.

Praktische Anwendung
Nun, es reizte mich herauszufinden, ob das Pro Vario wirklich so viel besser ist als das Standardvario – mal abgesehen davon, dass ein TEK-Vario (TEK= Total Energie Kompensiert) aus meiner Sicht immer noch das Optimum darstellt; hier bedarf es allerdings eines zweiten Sensors usw., also ist es auch deutlich teurer und nicht für alle Modelle geeignet. (Wer mehr über Varios erfahren möchte, sollte einmal einen Blick auf de.wikipedia.org/wiki/Variometer riskieren.)

Auch hatte mich das YouTube-Video auf der Homepage neugierig gemacht; das Ansprechverhalten des Varios erschien mir sehr überzeugend. Also wurde das Vario besorgt, nun für das HoTT-System zum Einsatz an einer mc-20.

V-speak-vario-pro-007

Danach meldet sich das Vario mit den aktuellen Werten.

Aufgrund seiner Größe (Briefmarke) und Masse (5 g) lässt sich das Vario praktisch überall bequem unterbringen – auch in den berüchtigten Besenstielrümpfen, die ja mitunter so gestaltet sind, dass man sie zum Werfen nicht mal mehr richtig greifen kann. Für diese Variogröße lässt sich also fast immer ein Plätzchen finden – in meinem Fall in der Espada von Jaro Müller.

Also das Teil eingebaut, und auf geht’s. – Nee, nicht wirklich! Das Vario piepste, im Display erschien die Anzeige, aber sprechen wollte es nicht mit mir. Dann kam Kollege Reiner Spitzer ins Spiel. Er hatte sich eben eine mc-32 HoTT angeschafft, lieh sich das Vario aus, hat sich mit meinem Problemchen auseinandergesetzt – und siehe da, es ward Licht! Ist ja alles so einfach, wenn man weiß, wie’s geht! In der Bildfolge 1 bis 5 ist dokumentiert, wie in Sachen Sprachausgabe vorzugehen ist. Wer eine (ältere) Nachrüstlösung des HoTT-Systems ohne Sprachausgabe …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 3/2015 des MFI Magazins.