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Vitesse V2 PNP – Produktpflege bei Staufenbiel

Eingereicht

Kann man Gutes noch verbessern? Ja, durch gezielte Produktpflege, die auf Erfahrungen basiert. Das haben sich auch die Mannen von Staufenbiel gedacht und die Erfahrungen, Hinweise und Wünsche ihrer Kunden in die neue Vitesse V2 einfließen lassen. Zu nennen wären hier: Abachibeplankte Tragfläche, mit Gewebe unterlegt (vorher Balsabeplankung). • Rundstahlsteckung (vorher Kohlestab). • Verlängerte Rumpfnase. • Verbesserte, mehrschichtverleimte Sperrholz-Servoeinbaurahmen (vorher einfache Holzrahmen). Das hört sich zwar nicht gewaltig an, bedeutet aber einen massiven Eingriff in den Produktionsablauf.

Vitesse_1Wie also präsentiert sich die Neue? Zunächst einmal in den Ausführungen ARF und PNP. Bei Erstgenannter sind keinerlei Komponenten eingebaut; alles, was mit Antrieb und RC zu tun hat, ist vom Erbauer selbst beizusteuern. Die PNP-Variante hat den Motor (Himax C3526-870kv), ein DS1550- und fünf D260 MG-Servos und die MPX Multilock-Tragflächenverriegelung bereits eingebaut; Klapppropeller und Aluspinner werden mitgeliefert. Gut geschützt im braunen Umkarton und einem bunten Verkaufskarton bringt der Paketdienst die Vitesse V2 zum Kunden – in meinem Fall die PNP-Version. Darin fallen zunächst die weiß bebügelten und mit einem Dekorbogen versehenen Tragflächen auf, wie bereits gesagt fix und fertig ausgerüstet. Die Leitwerke sind ebenfalls weiß bebügelt und nahezu einbaufertig. Am Rumpf ist fast keine Naht zu sehen; im strahlenden Weiß, mit eingebauten Servos für die Leitwerke, Stecker für die Flächenservos und montiertem Motor schlüpft er aus der schützenden Folie. Für die Fertigstellung des Modells wird für PNP-Ausführung ein Servoverlängerungskabel von 100 cm Länge, ein 3s- oder 4s-LiPo, ein 60 A-Regler, ein Empfänger und 5-Minuten-Epoxydharz benötigt.

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Mit Klett- und Schlaufenband wird der Flugakku sicher in seiner Position auf dem Akkubrett gehalten. Der 60 A-Regler findet unter dem Akkubrett seinen endgültigen Platz.

Was bleibt zu tun?
In den Wurzelrippen der Tragflächen sind auf jeder Seite zwei Stahlstifte mit Epoxydharz einzukleben. Die Ruderhörner an den Querrudern und Wölbklappen sowie die Gestänge müssen noch montiert werden, die vier Servoabdeckungen sind auszuschneiden und zu befestigen.

Beim Höhenleitwerk wird der Arretierungsstift in die Nasenleiste eingeklebt, anschließend wird es mit einer 3-mm-Schraube in der Rumpfaussparung verschraubt. Das Seitenleitwerk wird mit drei Stiftscharnieren am Rumpf angeschlagen. Im Bereich der Scharniere eingelassene Hölzer vergrößern die Klebefläche – das gibt guten Halt. Das Montieren der Ruderhörner für die Leitwerke beschließen die Arbeiten am Heck. Beim Testmodell musste die Gestängedurchführung am Seitenleitwerk mit der Feile ein wenig erweitert werden; eine Sache von zwei Minuten.

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In der Seitenruderflosse ist das Servo, wie alle anderen auch, schon montiert. Mit drei Stiftscharnieren wird das Seitenruder angeschlagen. Das Einkleben der Messing-Ruderhörner am Seiten- und Höhenruder, das Erstellen der Gestänge sowie die Montage der Abdeckung am Seitenruder beenden die Arbeiten im Leitwerksbereich.

Das Servo für das Seitenruder ist in der Flosse untergebracht, was eine kurze Anlenkung zur Folge hat. Das selbst besorgte Servoverlängerungskabel liefert die Verbindung zum Empfänger. Mit einer passgenauen Abdeckung, die dem Bausatz beiliegt, wird die Öffnung in der Seitenruderflosse verschlossen, und das Servo ist unsichtbar. Das Höhenruderservo befindet auf Höhe der Nasenleiste; die Ansteuerung erfolgt über einen Bowdenzug, der samt Führungsrohr im Rumpf montiert ist.

Der bereits eingebaute Motor wird mit Luftschraubenmitnehmer, Klappluftschraube und Spinnerkappe komplettiert. Ein guter Platz für den Empfänger ist neben dem Höhenruderservo; so ist er vom Motor und Akku getrennt. Der Regler wird am Motor angeschlossen und die Drehrichtung überprüft. Unterhalb der Akkuauflage findet der Regler seinen endgültigen Platz und bekommt noch etwas Kühlluft durch den Turbospinner mit. Der LiPo wird mit zwei Klettbändern und einem Klettstreifen auf dem Akkuauflagebrett befestigt. Mit einem 3s / 5.000-mAh-LiPo kann der Schwerpunkt gut eingestellt werden, eine Bleizugabe ist damit nicht erforderlich – der längeren Rumpfnase sei Dank!

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Das Wölbklappenservo ist an seinem Platz; wie beim Querruder sind Ruderhorn, Gestänge und die Abdeckung noch zu montieren.

Da wir gerade beim Einstellen des Schwerpunkts sind: Auch die Einstellwerte für die Ruderwege und die Zumischung bei unterschiedlichen Flugzuständen finden sich in der Bauanleitung. In ihr wird übrigens auch die ARF-Vitesse beschrieben, daher sind Arbeitsschritte abgebildet, die für die PNP-Ausführung nicht mehr vorgenommen werden müssen. So kann man sehr schön sehen, welche Arbeiten einem bei der PNP-Version bereits abgenommen wurden.

Bleibt noch die Programmierung der Fernsteuerung und der Gang zur Waage. Das Gesamtgewicht von 3.014 g teilt sich wie folgt auf: Rumpf 902 g • Tragfläche rechts / links 741 / 767 g • Flächenverbinder 216 g • 3s-LiPo 865 g. Einsparpotential ist kaum vorhanden, denn mit dem gewählten 3s1p mit 5.000 mAh ist kein Blei zum Einstellen des Schwerpunkts notwendig. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 3/2014 des MFI Magazins.