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Schaum der Extraklasse die GROB G 120TP

Eingereicht

Der Turboprop-Trainer von robbe
Bereits wenige Wochen nach robbes Neuvorstellung der 1,70 Meter spannenden G 120TP auf der Nürnberger Spielwarenmesse war das Modell im Handel verfügbar und ich im Besitz eines Testmodells. Gespannt ging ich gleich ans Auspacken und Begutachten. Alle Teile waren bruchsicher im Karton gelagert und zeigten eine makellose EPO-Oberfläche. Bevor ich aber näher auf das Modell eingehe, kurz einige Worte über das manntragende Vorbild:

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Der Hersteller und das Original
Hersteller der G 120TP ist die Grob Aircraft AG in Tussenhausen im Landkreis Unterallgäu; Firmeneigner ist die H3 Aerospace, deren H3-Logo bei der als Modell-Vorbild verwendeten Werksmaschine links am Seitenleitwerk und unter dem rechten Flügel zu finden ist. Bekannte Flugzeugkonstruktionen wie die Astir-Seglerbaureihe, der Motorsegler G 109, das Aufklärungsflugzeug G 520 Egrett oder auch der zweistrahlige Jet G180 SPn entstanden bei Grob und stehen für deren Kompetenz im Kunststoff-Flugzeugbau. Nach einigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten scheint die Firma nun unter neuer Leitung auf dem Pfad zum Erfolg zu sein. Mit dazu beitragen soll in Zukunft auch der Jet-Trainer G 120TP (der Zusatz TP bezeichnet die mit einem Turboprop-Triebwerk ausgestattete Weiterentwicklung der in etlichen Ländern erfolgreich eingesetzten G 120A). Als einer der ersten Kunden erhält die indonesische Air Force derzeit 18 Exemplare.

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Der weit vorgefertigte Bausatz enthält bis auf den Empfänger, den Akku und den Kleber alle Teile zum Erstellen des flugfertigen Modells – und das in Ausgezeichneter Qualität.

Force derzeit 18 Exemplare. Die Grob G 120TP ist ein in Voll-CfK-Bauweise hergestellter Zweisitzer, bei dem die Piloten nebeneinander sitzen. Als Antrieb ist eine Rolls-Royce-Propellerturbine vom Typ M250-17BF eingebaut. Das Flugzeug verfügt über ein Dreibein-Einziehfahrwerk, dessen Räder in den Rumpfbauch einfahren. Alternativ zur normalen Bestuhlung können auch zwei leichte Schleudersitze eingebaut werden.

Force derzeit 18 Exemplare. Die Grob G 120TP ist ein in Voll-CfK-Bauweise hergestellter Zweisitzer, bei dem die Piloten nebeneinander sitzen. Als Antrieb ist eine Rolls-Royce-Propellerturbine vom Typ M250-17BF eingebaut. Das Flugzeug verfügt über ein Dreibein-Einziehfahrwerk, dessen Räder in den Rumpfbauch einfahren. Alternativ zur normalen Bestuhlung können auch zwei leichte Schleudersitze eingebaut werden.

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Um den Antriebsakku wechseln zu können, muss die Kabinenhaube vom Rumpf entfernt werden.

Das Modell
robbe hat in Zusammenarbeit mit Grob Aircraft – auf Basis der Originalpläne und weltexklusiv (O-Ton robbe) – das vorliegende Modell im Maßstab 1 : 6 für den ferngesteuerten Flugeinsatz entwickelt und in der zweiten Märzhälfte 2013 in den Handel gebracht. Die bis dahin veröffentlichten Bilder im robbe-Katalog, in Anzeigen und im Internet hatten schon im Vorfeld reges Interesse geweckt, an dem sicher nicht nur die eigenwillige Formgebung der Maschine, sondern auch der eindrucksvolle Fünfblatt-Propeller erheblichen Anteil hat.

 

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Im Rumpf ist reichlich Platz für die erforderlichen Einbauten. Hier ist zwar ein 14-Kanal-Empfänger …

Der Bausatz – oder eher Montagesatz – ist gut durchdacht und enthält bis auf Empfänger und Akku alle für die Fertigstellung erforderlichen Komponenten. Bei Sichtung aller Teile war mir schnell klar, hier gibt es keinen großen Dreck, keinen Staub und nur wenig zu kleben. Daher entschloss ich mich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, das Modell nicht im Keller, sondern gemütlich auf dem Esszimmertisch zu montieren. So entspannt und gemütlich hatte ich bis dato noch kein Modell dieser Größenordnung zusammengebaut.

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Seiten- und Höhenleitwerk werden nur gesteckt und von unten verschraubt. Dies hat den Vorteil, dass …

Besonders gefallen hat mir, dass Höhen- und Seitenleitwerk nur gesteckt und mit Schrauben gesichert werden. So sind die genannten Teile im Falle einer Beschädigung schnell ausgetauscht.

Oben auf dem Seitenleitwerk und rechts und links an den Flügeln sind die entsprechenden Lampen mit Blinkfunktion fix und fertig eingebaut. Zumindest in lichtreduzierter Umgebung können sie deutlich sichtbar strahlen, sind bei hellem Tageslicht aber nur aus kürzerer Entfernung ein zusätzliches Schmankerl. Die zugehörigen Kabel sind in nach oben offenen Kabelkanälen verlegt und nicht abgedeckt. Man kann sie aber leicht mit schmalen Klebebandstreifen abdecken.

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Ein Blick unter das Rumpfvorderteil. Das elektrische Einziehfahrwerk ist auf einem …

Alle Elektronik-Bauteile wie Motor, Regler, Servos und Einziehfahrwerke sind ab Werk eingebaut. Selbst die Anlenkungen für Seiten- und Höhenruder sind fertig verlegt und die Drähte in den Servohebeln eingehängt. Die große, abnehmbare Kabinenhaube ist fertig montiert. Das Cockpit ist mit angedeutetem Armaturenbrett, zwei Piloten, Steuerelementen und den angedeuteten Rückenlehnen der Schleudersitze ausgerüstet. Allerdings könnten die Pilotenbüsten etwas größer sein bzw. höher sitzen; sie wirken etwas verloren unter der glasklaren, makellosen Verglasung. Aber das kann den allgemein guten Gesamteindruck des Modells kaum schmälern.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 6/2013 des MFI Magazins.