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MFI unterwegs – Hangsegeln in »bella Italia«

Eingereicht

Zwischen »grande miseria« und »fantastico«
Lago Maggiore und Gardasee, eingebettet in herrliche Berglandschaften: Wer hier Erholung sucht, wird genauso auf seine Kosten kommen wie derjenige, der Aktivurlaub mit Mountainbiking, Wandern oder Trekking bevorzugt. Und nicht nur das: Auch für den Modellflugurlaub bieten sich diese beiden Regionen an. Wolfgang Mache hat das ausprobiert – wobei das rundum gebotene Freizeitangebot dafür sorgt, dass auch die Familie nicht zu kurz kommt!

Italien_3(1)Wenn bei der Urlaubsplanung mal wieder ein Hangfliegerurlaub drin sein soll, macht man sich entsprechende Gedanken. Die Gebiete sollen leicht erreichbar sein, beste Flugbedingungen mit viel Freiraum ermöglichen und Alternativen bieten, um auch die mitreisende Familie zufrieden zu stellen. Außerdem will ich nicht gezwungen sein, zur Nutzung eines bestimmten Hangs in einem zugehörigen Gasthof einzuchecken. Und ich wollte vermeiden, wegen Überfüllung eines Hanges unter Umständen das Modell zu riskieren.

Das Internet wurde bemüht und Informationen gesammelt. Man findet in den einschlägigen Hangflugführern recht gute Informationen – die man aber in jedem Fall auf ihre Gültigkeit hin überprüfen sollte. Teilweise sind die Beiträge steinalt und längst überholt. Ich stieß bei meinen Recherchen auf zwei interessante Hangfluggebiete am Gardasee und am Lago Maggiore, beide problemlos mit dem Auto zu erreichen. Und diese Regionen sind natürlich reich an Alternativangeboten von Wassersport bis Bergwandern; zu diesen Themen geben Internet und Reisebüros umfassende Auskünfte. Die beiden Hangfluggebiete am Monte Baldo, Gardasee, und dem Mottarone am Lago Maggiore bieten jedenfalls genau das, was in meinem Pflichtenheft stand: freier und bequemer Zugang zum Startplatz, tolles Panorama, nette Leute, ungezwungenes Fliegen.

Italien_5-(1)Mottarone
Dieser Berg liegt am Westufer des Lago Maggiore und kann mit dem Auto bequem befahren werden. Grundsätzlich führen zwei Straßen von Stresa kommend hinauf: eine gebührenpflichtig durch ein Naturreservat, die andere frei befahrbar. Man kann den Mottarone auch von Omegna/Agrano aus anfahren. In der Erwartung einiger Besonderheiten befuhr ich zunächst die Mautstraße durch das Reservat. Jawohl, es war schön und interessant zugleich, jedoch in der vergleichenden Betrachtung zu den Alternativstrecken kein wirklicher Unterschied festzustellen. Auch Verkehrsdichte und Qualität der Straßen unterschieden sich nicht voneinander. Fortan wurden nur noch die freien Straßen genutzt.

Italien_7Oben bietet sich in 1.250 Metern Höhe ein schönes Panorama, und in mehreren Gasthöfen gibt es Einkehrmöglichkeiten. Man sollte die frühen Vormittagsstunden nutzen, um dort oben einige körperlich nicht allzu fordernde Wanderungen durchzuführen. Bis zum frühen Mittag trägt es ohnehin nicht besonders gut, und man kann so die Zeit nutzen, einige Familienbedürfnisse »abzuarbeiten« – das schafft Freiräume ab Mittag. Dann sollte man sich langsam an der Startstelle einfinden. Es gibt dort oben einige geeignete Startstellen. Aber eine bietet sich ganz besonders an. Sie liegt ca. 300 Meter unterhalb des Gipfels, auf der Strecke in Richtung Omegna. Als Modellflieger kann man sie eigentlich nicht verfehlen, denn direkt in einer scharfen Kurve zeugt ein bunter Windsack am Straßenrand vom Flugfeld.

Italien_6-(2)Unmittelbar hinter der Kurve befindet sich ein großer Parkplatz. Hier werden die Autos abgestellt und auch schon von einigen Piloten die Modelle zusammengebaut. Man überquert die Straße wieder, steigt über eine Leitplanke und befindet sich direkt an der Startstelle. Auch hier kann man natürlich die Modelle startklar machen. Es ist ausreichend Platz vorhanden. Meistens sind schon einige Hartgesottene da, haben ihre Klappstühle aufgestellt und genießen den wunderschönen Ausblick in die Bergwelt. Übermäßig viel los war nie, alleine war man aber auch nicht. Und egal, aus welchem Land die Modellflieger auch stammten, alle waren äußerst freundlich – und die Italiener zudem noch extrem kommunikativ. Jeder Flug wurde von ihnen lautstark begleitet und deckte die ganze Bandbreite zwischen »grande miseria« und »fantastico« ab. Die Start- und Landestrecke ist in einem Bereich von ca. 30 x 70 Metern relativ eben, fällt dann aber zu den Enden zunehmend steil ab. Das ermöglicht aber auch dem im  alpinen Terrain eher ungeübten Flachländer sicheres …

Den ausführlichen Bericht und über Monte Baldo, lesen Sie in der Ausgabe 5/2014 des MFI Magazins.