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Interview mit Peter Pfeffer, dem Planer und Erbauer der B-17 »Aluminum Overcast«

Eingereicht

… sind nicht nur die Ausmaße des Modells der B-17 von Peter »Peda« Pfeffer, sondern auch die Geschichte vom Bau dieses sicherlich ungewöhnlichen Modellbauprojekts. Peter gehört zu den »Falcon Wings«, einer illustren Truppe des MFC St. Margarethen aus der Steiermark. Am Rande des Horizon Air Meets hatte unser Autor Knut Huk die Gelegenheit, mit ihm über die Planung, den Bau und den Erstflug der »Aluminum Overcast« zu sprechen.

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Die Doppel-garage im Hintergrund lässt die riesigen Ausmaße des Rohbaus erkennen.

MFI: Peter, wie kommt man dazu, so ein großes Modell zu planen und zu bauen?
Peter Pfeffer: Mein Vereinskamerad Gabriel hatte vom Verein zum 50sten Geburtstag einen Plan von CD Scale Design im Maßstab 1 : 5,6 geschenkt bekommen. Für den Winter 2009 hatte ich noch kein Projekt in Planung. So kam mir der Gedanke, auch eine B-17 zu bauen.

MFI: Wie lange hat der Bau gedauert?
Peter Pfeffer: Am 27. Dezember 2009 habe ich mit dem Seitenleitwerk begonnen. Im Mai 2012 war die Maschine dann rohbaufertig, und wir konnten schleifen und mit der Oberflächenbeschichtung beginnen. Nebenbei haben wir noch die RC-Elektronik und die Anlenkungen eingebaut. Lackiert hat sie dann unser Obmann Poldi – zuerst schwarz, dann silber, und am Schluss kam das Weathering drauf. Zu fünft waren wir zehneinhalb Stunden mit der Lackiererei am Werk. Nach allen Einstellarbeiten war sie dann im Frühjahr 2013 für den Erstflug bereit.

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Ohne die Hilfe guter Freunde ist solch ein Mammutprojekt nicht durchführbar.

MFI: Hast du einen Frästeilesatz benutzen können, oder ist alles Handarbeit?
Peter Pfeffer: Alle Teile wurden vom Plan abgenommen und dann gesägt, gesägt und gesägt. Aufgebaut wurden alle Teile auf einer eigenen Helling. Für die Tiefziehteile wurden Prototypen aus XPS (feinporiger extrudierter Polystyrol-Hartschaum) angefertigt und laminiert. Davon wurde eine Form gezogen und diese mit Gips gefüllt. Nach dem Aufbringen der Konturen auf das Gipsmodell wurden dann die am Modell verbauten Teile gezogen. Für das Fahrwerk habe ich ebenfalls Prototypen angefertigt – aus Holz. Nachdem die »Mechanik« einwandfrei funktionierte, habe ich sie in CAD übertragen und herstellen lassen. Für den Antrieb habe ich vier Kolm-Viertakter EZ 65 gewählt, die einen hervorragenden Klang haben und bisher sehr zuverlässig und synchron laufen.

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Der Bau der B-17 verschlang fast 150 Meter Holzleisten und 38 Quadratmeter Holz zur Beplankung.

MFI: Wie viel Holz, bzw. wie viele Meter Leisten hast du verarbeitet?
Peter Pfeffer: Es waren ca. 100 Meter Leisten in 15 x 5 und 35 Meter in 8 x 8 mm. Dazu kommen 3 qm Flugzeugsperrholz, 6 mm stark, und 10 qm Pappelsperrholz für die Rippen und Spanten sowie 25 qm Balsaholz für die Beplankung.

MFI: Mit welcher RC-Ausrüstung fliegt deine B-17?
Peter Pfeffer: Ich habe eine Anlage von Weatronic eingebaut. Dazu kommen 16 Servos mit einer Zugkraft von 24 bzw. 30 Kilo. In den Kabelbäumen stecken 60 Meter Servokabel.

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In der eigens dafür aufgebauten Lackierkabine bekommt die B-17 ihr Kleid verpasst.

MFI: Wie transportiert man so einen Brocken?
Peter Pfeffer: Mein vorhandener Anhänger war ja schon groß, aber für die B-17 doch zu klein. Also musste ein neuer her. Ein Kollege hat mir dann eine Maßanfertigung aufgebaut – der Innenraum ist 480 cm lang, 182 cm hoch und 175 cm breit. Der Anhänger wiegt 650 kg.

Das vollständige Interview von Knut Huk mit Peter Pfeffer können Sie in der Ausgabe 11/2013 des MFI Magazins lesen.