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HADRON – Delta mit Schubvektorsteuerung

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Hadron? Ein Kunstwort? Nein, mitnichten! Ein Blick in Wikipedia offenbart, dass mit Hadronen Teilchen aus der Quantenphysik bezeichnet werden (die bekannteren Protonen und Neutronen gehören zu ihnen), denen man mit dem Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf – dem Large Hadron Collider – schon recht weit auf die Spur gekommen ist.

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Das passt: Teilchenbeschleuniger ist richtig gut, denn wer das Video vom Modell Hadron auf der US-Seite von Hobbico betrachtet, der lernt durchaus Neues – nämlich wie Flachtrudeln steigerungsfähig ist oder Materie beschleunigt wird! Dafür zuständig ist die Seitenruder-Vektorsteuerung, unter anderem …

Hadron_2Das Modell selbst ist sozusagen »ARF at it’s best«. Zu kleben gibt es nur eine einzige Stelle, nämlich die der langen Kabinenhaube, gesichert mit einem Zusatzgummi, und dies auch nur wegen der exorbitanten Querbeschleunigungen bei 4s-Betrieb im Flachtrudeln. Und das Seitenruder muss aufgeschraubt werden, alles eine Sache von wenigen Minuten. Das Modell ist sowohl mit 3s als auch 4s zu betreiben; für beide Versionen liegen die passenden Props dabei; für 3s der 6 x 5E, für 4s der 5 x 5E. Im Rumpf sind Markierungen zur Platzierung der jeweilig verwendeten Akkus vorhanden; diese Markierungen finden sich auch auf der Flächenoberseite zur Ermittlung des Schwerpunkts. Perfekt, einfacher geht es nicht. Konkret heißt das, beim Einsatz des vorgeschlagenen 4s-LiPos mit 2.200 mAh einfach bis zur sechsten Quermarkierung abzählen – und gut ist es.

Hadron_3Weiter finden wir auf der Rumpfoberseite Lufthutzen; diese sorgen einmal für die Belüftung des Reglers, zum Zweiten für die Beatmung des Motors samt Vektor. Auf der Unterseite des Rumpfs befinden sich Griffmulden für den Handstart – und (vermutlich) ABS-verstärkte Teile zur Schonung des Aero-Cell-Rumpfs. Ich nehme an, dass das nichts anderes ist als EPP, für das ja fast jeder Hersteller eine eigene Namensgebung hat. Herkömmlicher Sekundenkleber kann übrigens problemlos benutzt werden, das habe ich ausprobiert. Die Servos sind eingebaut, der Regler an Ort und Stelle, gleichfalls auch der Tactic-Empfänger.

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Hier noch einmal das Herzstück der Kapriolenfliegerei – der Vektor bei offenem und geschlossenem Rumpf.

Was bleibt nun noch zu tun? Der Schwerpunkt war ja bereits gefunden – und auch für gut befunden worden. Programmieren ist zu tun, sonst nichts! Die Betriebsanleitung gibt hierzu gute Vorschläge, auch wie das Flachtrudeln einzuleiten/auszuleiten ist. Speziell beim Einsatz des Seitenruders sind hier praktikable Vorschläge vorhanden: Seitenruder gemeinsam mit Vektor, nur Vektor oder nur Seitenruder – zu realisieren mit einem Dreistufenschalter.

Das bleibt festzuhalten Der Hadron ist ein wirklich gut durchkonstruiertes und gut fliegendes Deltamodell. Der Vorfertigungsgrad ist ARF im besten Sinn, so dass das Programmieren des Senders die eigentliche Arbeit darstellt, bestens unterstützt durch die Betriebsanleitung. Das freut sicher auch alle, die keine »Bastelbude« besitzen oder über …

 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 4/2014 des MFI Magazins.