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Fokker Dr.I von Cymodel

Eingereicht

Der Rote Baron kehrt zurück
Es gibt ein paar Modelle, die seit ewiger Zeit auf meiner Wunschliste stehen und unbedingt noch gebaut werden mussten. Dazu zählte bei auch unbedingt die Fokker Dr.I. 2017 gab es auf einem Doku-Sender eine interessante Kurzserie über den »Roten Baron« Manfred von Richthofen und dessen Flugzeuge. Der Typ, den die meisten mit Richthofen in Verbindung bringen dürften, ist genau diese Fokker Dr.I, mit dieser Maschine wurde er auch abgeschossen. Diese Doku hat mein Bauvorhaben wieder angeheizt und sogleich wurde der Markt sondiert. Neben der bekannten Holzbau-Variante von Balsa USA gab es auch eine Fokker von Cymodel, wie bei Cymodel üblich als ARTF-Variante. Bigplanes.nl hatte die Maschine glücklicherweise in der von mir favorisierten roten Variante vorrätig. Die Maschine war glücklicherweise in meiner favorisierten roten Variante bei Bigplanes.nl lieferbar und wurde direkt geordert. Der Maßstab 1 : 3 ergibt knapp 250 cm Spannweite und somit eine nette Modellgröße.

Erik von Bigplanes.nl schickte mir die monströsen Pakete innerhalb weniger Tage zu, wobei unser armer DHL-Mitarbeiter ganz schön zu schleppen hatte. Die Fokker Dr.I kam in der Tat in zwei sehr großen Paketen. Im ersten Paket war der Rumpf untergebracht, der aufgrund seines Durchmessers den ersten Karton komplett in Beschlag nahm. Im zweiten, nicht weniger großen Karton waren Tragflächen, Motorhaube usw. zu finden. Alle Teile waren sehr gut verpackt und haben den Transport aus Fernost gut überstanden – das ist leider nicht selbstverständlich. Bei der Entnahme der Teile war bereits ersichtlich, dass man im Laufe der Zeit ein schönes Modell bauen könnte. Bei Cymodel ist es allerdings gang und gäbe, dass man ein eher »nacktes« Modell erhält, das man selbst verfeinern muss. Grundsätzlich liegen dem Modell keine Scale-Anbauteile bei. Ein ausbaubares Cockpit oder die beiden charakteristischen Spandau 08 / 15 MGs sucht man also vergeblich. Auch der Herr Rittmeister glänzt durch Abwesenheit.

Das fertige Heck ist leider ganz schön massiv und dementsprechend schwer.

Aber genau das macht die Modelle interessant, denn zum einen kann man relativ schnell eine Art fliegende »Basisvariante« erstellen und zum anderen hat man nach erfolgreichem Erstflug eine Maschine mit Ausbaupotential vor sich stehen, die vor allem auch Dank moderner Fertigungsverfahren wie beispielsweise dem 3D-Druck, mit vielen Details ausgestattet werden kann.

Die Anlenkungen werden komplett durchgeschraubt. Das könnte pfiffiger gelöst sein.

Die Motorenfrage
Wie bei fast jedem größeren Modell stellt sich mir vor dem Baubeginn die Frage nach der Motorisierung. Auch wenn man Videos von elektrifizierten Dr.I sehen kann: Elektro kam für mich gar nicht in Frage! Aber welcher Motor passt in ein Modell, dessen Original mit einem Umlaufmotor betrieben wurde? Es gibt sogar zwei Anbieter, die einen solchen Umlaufmotor als Modellmotor anbieten, aber vor allem aufgrund der sehr hohen Preise entfiel leider die am naheliegendste Variante. Bei meiner Motoren-Recherche stieß ich allerdings auf einen ebenso seltenen Motor: Einen AirPower A70s mit obenliegender Nockenwelle und Steuerkette (siehe Test in MFI 05 / 2017). Dieser Motor war nicht nur aufgrund seiner Leistungsfähigkeit für die Fokker einsetzbar, sondern auch wegen des außergewöhnlichen Betriebsgeräuschs – etwas ganz anderes, als man sonst so hört! Ein reiner Zweitakter kam für mich nicht in Frage, denn so eine Maschine muss den richtigen Klang haben. Eine, wenn auch deutlich teurere Alternative, wäre ein Sternmotor mit mindestens 90 ccm, ein mehrzylindrischer Reihenmotor passt nur …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 11/2019 des MFI Magazins.