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Fascination V – Faszination pur mit dem 3,6-Meter- Segler von Topmodel CZ

Eingereicht

Topmodel CZ ist eine Modellbauschmiede aus dem Örtchen Krtiny in der Tschechischen Republik, die eine ganze Reihe von Segelflugmodellen produziert. Diese können direkt oder über den Fachhandel bezogen werden und genießen in der Szene einen ausgezeichneten Ruf. Eine hervorragende Ersatzteilversorgung zu humanen Preisen ist ebenfalls sichergestellt. Eine Besonderheit ist der (wie es in der Automobilindustrie so schön heißt) modulare Aufbau. Das bedeutet, dass es zum Beispiel zu einem Rumpf mehrere Flächen mit unterschiedlichen Spannweiten, Bau­weisen und Gewichten gibt. Des Weiteren sind alle Elektrosegler auch als reine Segler zu bekommen.

Flugbild-(3)

Überzeugende Qualität
Ein netter schmaler Karton, den der Postbote da bringt. Beim Auspacken fällt auf, dass der eigentliche Verpackungskarton noch einmal durch einen Umkarton geschützt ist und Flächen, Höhenruder und Rumpf zusätzlich in Folie verpackt sind. So wirkt man Transportschäden entgegen!

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Das Klebeband für die Ruderbefestigung ist in zwei unterschiedlichen Breiten beigelegt; das breitere ist für die Flügel- bzw. Ruderoberseite.

Der weiß eingefärbte GfK-Rumpf wird als erstes inspiziert; er ist von edler Qualität, wiegt 240 g, hat eine fast unauffällige Trennnaht und ist im vorderen Bereich zusätzlich mit Carbon verstärkt. Die Befestigungsrohre für das V-Leitwerk sind bereits eingeharzt, die Bowdenzughüllen für dessen Anlenkung liegen bei und müssen noch eingeharzt werden. Die Kabinenhaube ist fast schon ein Designerstück und perfekt an die Rumpfform angepasst.

Der Flügel ist dreiteilig, wobei das extrem stabile und 788 g schwere Mittelstück mit zwei M5-Senkkopfschrauben auf den Rumpf geschraubt wird. Die beiden Außenflügel sind mit je 349 g spürbar leichter. Die Durchbrüche im Bereich der Tragflächenaufnahme für den GfK-Rundstab und die Torsionsstifte sind passgenau eingebracht, die Grundform der sechspoligen MPX-Stecker ist in den Wurzelrippen exakt ausgefräst. Die V-Höhenruderhäften mit je 36 g sind eine leichte Rippenkonstruktion und sehr sauber bespannt. Alle Ruder sind mit einem Krepp-Klebeband vorfixiert und müssen noch anscharniert werden, ebenso müssen die Schlitze für die Ruderhörner noch ausgeschnitten werden. Das Zubehör wie Dekorbogen, Rudergestänge, Klebeband für die Scharniere, Ruderhörner und Schrauben ist von hoher Qualität.

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Die original beigelegte Holzplatte mit den Einschlagmuttern kann nicht überzeugen und wurde durch eine 2 mm starke GfK-Platte mit angeklebten Alu-Muttern ersetzt.

Komponentenauswahl
Wer mit Modellen wie der Fascination V am Hang bolzen möchte oder sie an einer 1,8-kW-Elektrowinde hochschleppt, sollte schon ein wenig auf die Qualität der Komponenten achten. Für das V-Leitwerk wurden Graupner-Servos DES 478BB und für die Flächen DES 448BB MG ausgewählt. Das 478 BB glänzt mit einem spielfreien Carbonit-Getriebe und einer hervorragenden Rückstellgenauigkeit, das 448 BB MG ist mit einem Mischgetriebe aus hochfestem Aluminium und Kunststoff ausgestattet. Zur Stromversorgung der Empfangsanlage kommt ein 5A BEC in Verbindung mit einem 2s-LiPo zum Einsatz; das hat sich über die Jahre in vielen meiner Modelle bewährt.

Als Empfänger kommt ein GR-24 Vario 3G 3M zum Einsatz. Aus Neugierde konnte ich es natürlich nicht lassen, den Empfänger aus seinem Gehäuse auszupacken, um einen Blick auf Design und Fertigungsqualität zu werfen – und war sehr positiv überrascht, was die Firma Graupner da so bietet! Das Empfangsboard mit seinen beiden gesteckten Antennen ist mit dem Mutterboard (auf dem sitzen die Sensoren und die Steckplätze der Servos) nicht nur gesteckt, sondern noch zusätzlich verlötet. Das Kunststoffgehäuse ist innen mit Kupfer bedampft, was sehr hohe Betriebssicherheit und maximale Störsicherheit gegen magnetische Strahlung garantiert, wie sie zum Beispiel bei Elektroantrieben auf engstem Raum vorliegent. Das habe ich so noch bei keinem anderen Empfänger gesehen.

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Die gefrästen Aussparungen in den Wurzelrippen für die sechspoligen MPX-Stecker passen perfekt

Bau/Montage
Die 14-seitige Bauanleitung inklusive einer perfekt gegliederten Stückliste in Englisch und Tschechisch unterstützt das Fertigstellen der Fascination V merklich. Da aber nur die Elektro-Variante beschrieben ist, habe ich mich von der Serien-Bauausführung etwas entfernt. So wurden die beiden Servos für das V-Leitwerk so weit wie möglich in die Rumpfspitze vorverlegt. Dadurch reichte die Länge der beigelegten Bowdenzüge aus Stahl natürlich nicht mehr aus; ich habe sie durch Kunststoffzüge entsprechender Länge von der Firma EMC-Vega ersetzt. Durch die neue Servoposition und die spürbar leichteren Kunststoffzüge im Rumpfheck wird das in der Rumpfspitze benötigte Trimmblei wesentlich reduziert.

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Die beiden Graupner-Servos DES 586 BB im Rumpf sind eingeschrumpft und auf eine 5 mm dicke Sperrholzplatte geklebt; diese wird an die Rumpfkontur angepasst und am Rumpf verklebt. Durch diese Lösung ohne Servobrett im Rumpf wird dieser bei harten Landungen robuster, da kein Servobrett gegen das GfK drücken kann.

Alle Servos habe ich mit Schrumpfschlauch eingeschrumpft und mit 5-min-Epoxy (mit Baumwollflocken aufgedickt) im Rumpf und Fläche verklebt. Die sehr exakten Einfräsungen in den Wurzelrippen für die sechspoligen MPX-Stecker sind perfekt, und ein kleiner Kabelbaum ist ruckzuck gelötet.

Um das Loch im Rumpf für den Zentralbolzen am Flächenmittelstück exakt anzeichnen zu können, habe ich an der Bohrmaschine einen 6-mm-Kohlestift (was anderes hatte ich nicht) konisch zugeschliffen. Für die beiden M5-Befestigungsschrauben des Flügelmittestücks sind Einschlagmuttern unter einem 3-mm-Sperrholzbrett im Rumpf vorgesehen; diese benötigen aber normalerweise ein 6 mm dickes Holzbrett. Das wurde durch eine 2-mm-GfK-Patte mit aufgeklebten Alu-Muttern ersetzt.

Zu beachten ist, dass das beigelegte Klebeband beim Anscharnieren der Ruder nicht verwechselt wird. An der Oberseite ist immer das breite zu verwenden. Beim Anbringen der Ruderhörner am …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 1/2015 des MFI Magazins.