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ENTERPRISE als Slow- und Indoor-Flyer

Eingereicht

Ein bisschen Kreativität, ein wenig Zeit, eine kleine Portion Mut zum Experimentieren und einige wenige Euro fürs Material: Mehr braucht es nicht, um den Traum vom eigenen Warp-Raumschiff zu erfüllen. Star-Treck-Fan Carsten Wagner hat das kleine Experiment mehrfach gewagt und sich nach mehreren Versuchen mit James T. Kirks Ur-Enterprise schließlich für die »modernere« Variante von Captain Picard entschieden. Zum Nachbau empfohlen!

EnterpriseHGSeit Jugendzeiten bin ich ein großer Fan von Raumschiff Enterprise. Dieses als RC-Modell zu bauen, spukt mir daher auch schon seit Jahren im Kopf herum. Mit Beginn der LiPo-Technik öffnete sich dann die erste Tür, um so ein Modell zu realisieren. So habe ich bereits vor etlichen Jahren einige Raumschiffe gebaut – große und kleine, mehr oder weniger flugtauglich. Das war damals die »Ur-Enterprise« von Captain Kirk, die von der Aerodynamik eigentlich auch nicht besser ausgelegt ist als ein Stuhl (muss sie auch nicht – ist ja ein Raumschiff!) – aber es gibt ja auch fliegende Rasenmäher.

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Der Getriebeantrieb wurde in einen kleinen EPP-Rahmen gesetzt. Danach wurden die alten Rudergestänge aus der Corsair angepasst. Der kleine, einzellige 150-mAh-LiPo kam noch …

So habe ich es letztendlich geschafft, ein relativ gut fliegendes Modell aus Depron und EPP zu bauen; der Scheibendurchmesser betrug 50 cm. Ich muss allerdings zugeben, dass etliche Modelle und sehr viele Reparaturen erforderlich waren, bis sich schließlich erste Erfolge einstellten. Schwerpunktberechnung? Wie geht das? Zu dieser Zeit hatte ich noch keine Ahnung, wie man das macht, hatte auch keine Lust dazu: Immerhin war es ja auch durchaus fraglich, ob die üblichen Formeln hier überhaupt anwendbar gewesen wären. Experimentieren müssen hätte ich ohnehin, also habe ich die Berechnungen ausgelassen und drauf los gebastelt, bis es funktionierte. Die Flüge der ersten Modelle erinnerten an Marionetten, zappelten durch die Luft wie Urmel aus dem Eis von der Augsburger Puppenkiste. Aber als es dann klappte, kam natürlich Freude auf.

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Bei der Enterprise von Captain Picard sind die Verbindungen zwischen Scheibe, Rumpf und Triebwerken kürzer, flacher und breiter – so ist eine höhere Stabilität als bei …

Ich habe damals, wie gesagt, einige Modelle gebaut, da es bei der Landung aufgrund der Form des Modells öfter Bruch gab; aber das mittlerweile gute Flugbild ließ einfach nicht zu, das ich mit dem Bauen diverser Enterprises aufhörte.

Der Bau der Micro-Enterprise

Nun gibt es ja seit einiger Zeit die Mini- oder Microflieger von E-Flite und Konsorten mit Spektrum-Technologie als Bind & Fly-Version. Das war dann die zweite offene Tür, die ein noch kleineres Modell möglich machen sollte.

Plan_Enterprise

Als Grundlage für den Nachbau sind einige Handskizzen vollkommen ausreichend – ein Bauplan im eigentlichen Sinn ist nicht notwendig. Das Modell besteht aus einigen wenigen …

Irgendwann vergangenen Herbst überließ mir ein Freund die Reste seiner in der Halle geschrotteten Micro-Corsair von E-Flite. Mit dem Cutter habe ich alle Teile (Empfänger mit integrierten Servos, Gestänge und Antrieb – mehr war es nicht) rausgelöst. Im Keller lagen noch diverse Depronplatten; ich nahm eine mit 6 mm Materialstärke. Da Depron relativ brüchig ist, habe ich umdisponiert und nun eine andere Enterprise gewählt: die aus »The Next Generation«, NCC1701-A unter Captain Picard. Hier sind die Verbindungen zwischen Scheibe, Rumpf und Triebwerken kürzer, flacher und breiter – so war eine höhere Stabilität gegeben.

Die Scheibe dieser Enterprise ist oval. In unserer Küche fand ich eine als Schnittschablone taugliche Auflaufform in passender Größe. Diese habe ich einfach auf die Depronplatte gelegt und mit dem Cutter  drum herum geschnitten. Rumpf und Triebwerke sind »frei Schnauze« ohne Schablone entstanden unter der Vorgabe, dass sie in der richtigen Größenrelation zum Rumpf standen. Die Triebwerke samt Halter und Rumpf habe ich mit Styro-Sekundenkleber miteinander verklebt. In die Scheibe habe ich zwei Ruder eingeschnitten, angephast und mit zwei kleinen UHU-Por-Klebepunkten als Scharnier wieder eingeklebt. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 12/2015 des MFI Magazins.

 

Hier gibt es die Baupläne als PDF-Download: