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Ein Traum aus Schaum – P-51D Mustang Dago Red

Eingereicht

Das Original
Die North American P-51D Mustang mit der Baunummer 44-74996, wurde im Jahr 1981 von Frank Taylor komplett restauriert und zum Rennflugzeug umgebaut. Er erzielte mit dieser auf den Namen Dago Red getauften Maschine etliche Siege beim National Championship Air Race und Reno Air Race. Daneben hält die Dago Red mehrere Geschwindigkeits-Weltrekorde. Der Rolls Royce Merlin Hamilton verleiht dem Flugzeug eine Spitzengeschwindigkeit von über 840 km/h und eine Steigrate von 2.438 m/min!

Das Modell
Auf dem von Schweighofer gelieferten riesigen Karton prangt stolz eben diese Dago Red. Nach dem Öffnen zeigen sich die in Folie verpackten und somit gut geschützten Bauteile der Maschine im knallig-roten Design. Neben den einzelnen Bauteilen wie Rumpf, Tragfläche, Seiten- und Höhenleitwerk sind noch eine Montaganleitung, eine Vierblatt-Luftschraube und eine Cockpithaube im Lieferumfang enthalten. Der Baukasten ist in der Variante ARTF (Almost Ready to Fly) ausgeführt, alle Servos, der Antrieb samt Regler und das elektrische Einziehfahrwerk sind bereits eingebaut. Der zukünftige Air Race-Pilot braucht lediglich etwas Zeit in der Werkstatt, einen 4s-Akku und den zu seiner Fernsteuerung passenden Empfänger. Montage Bevor es mit der Montage so richtig los ging, galt es, die Bauanleitung zu studieren. Diese ist in Englisch verfasst, sehr knapp und wirklich nur auf die wichtigsten Punkte beschränkt. Manche Dinge, wie der Einbau des Akkus oder das Anpassen der Cockpithaube, sind erst gar nicht erwähnt, hier muss der Erbauer selbst tätig werden. Semler_Mustang_6Da sich beim Testmodell bereits beim Auspacken der Dekorbogen zu lösen begann, bekam der Rumpf als Gegenmaßnahme einen Überzug aus Klarlack. In der Zeit bis zum vollständigen Durchtrocknen des Lacks konnten die Querruder und Landeklappen mit den zugehörigen Servos über die bereits vorgefertigten Anlenkungen verbunden werden. Da mir die Servos für die Landeklappen nicht sehr vertrauenswürdig erschienen, habe ich sie gegen HiTec-HS55-Servos getauscht. Wer die Landeklappen-Servos mangels freiem Kanal über ein V-Kabel verbinden möchte, sollte einen Servo-Revers einbauen, sonst laufen die Klappen gegenläufig!

Die Vierblatt-Luftschraube sieht mächtig aus und bremst bei Gaswegnahme ebenso mächtig ab.

Die Vierblatt-Luftschraube sieht mächtig aus und bremst bei Gaswegnahme ebenso mächtig ab.

An der rechten Tragflächenhälfte musste die Landeklappe mit einem scharfen Cutter von der Tragfläche getrennt werden, das hat der Hersteller vergessen. Da die Unterseite der Landeklappe beim Lackieren zu wenig Farbe abbekommen hatte, habe ich hier mit Tiger Farbe 265 nachgebessert.

Zu den weiteren Arbeiten gehörten der Einbau der Ruderhörner und das Neutralstellen der Abtriebshebel mittels Servo-Testgerät. Passende Abdeckungen schützen die Servos vor Verschmutzung und Beschädigung.

 

Technische Daten | P-51D Mustang

  • Spannweite 1.600 mm
  • Länge 1.400 mm
  • Abfluggewicht 2.800 g
  • Antrieb Brushless-Außenläufer Modell 4558
  • Regler ESC 80A
  • Luftschraube 16 x 6 Vierblatt
  • Servos 4 x 9-Gramm, 2 x Hitec- HS55
  • Flugakku SLS 4s-LiPo-Akku, 3.300 mAh
  • Funktionen M, Q, S, H, LK, EZFW
  • Sonderfunktion LED-Beleuchtung
  • Empfänger Spektrum AR 6215
  • Servo-Reverse Simprop Sub-Trimm- Modul Nr. 0110817
  • Schwerpunkt 110 mm von der Tragflächenvorderkante entfernt
  • Preis € 198,90
  • Bezug Modellsport Schweighofer www.der-schweighofer.at

Die Tragflächenhälften werden mit einem Hartholzholm verbunden, der die richtige V-Form vorgibt. Nach dem Verkleben der beiden Tragflächenhälften ergab sich ein Spalt im hinteren Bereich. Dieser wurde mit 24-Stunden-Harz und Baumwollflocken ausgefüllt und mit einem Streifen Gewebe-Klebeband als Sicherung abgeklebt. Somit ist eine sehr feste Verbindung entstanden, die das Auseinanderbrechen der Flächenhälften verhindert.

Da aus jeder Tragflächenhälfte eine große Anzahl von Kabel für Servos, Fahrwerk und Beleuchtung herausragten, wurden diese mit Kabelbindern zusammengefasst und gekennzeichnet. Das erleichtert den Aufbau am Flugplatz und vermeidet Fehlfunktionen. Nach dem Einbau der Ruderhörner erfolgte die Montage des Höhen- und Seitenleitwerks in den dafür vorgesehenen Ausnehmungen am Rumpfheck mit den  …

Einen ausführlichen Bericht über die Flugerfahrungen lesen Sie in der Ausgabe 2/2013 des MFI Magazins