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Discus b – Kompakter Allrounder von Valenta

Eingereicht

Auch alte Besen kehren gut – wenn man sie entsprechend pflegt. Im vorliegenden Fall ist der Besen ein 330 cm spannender Discus im Vertrieb von Modellbau Schmierer, den der Hersteller Valenta mit der angemessenen Pflege bedacht und ihn auf den aktuellen Stand der Technik gebracht hat. Dieter Groß hatte bereits gute Erfahrungen mit dem Ventus aus gleichem Haus gemacht und wollte nun wissen, wie es um den »neuen Alten« bestellt ist!

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Dieses Kleinod stammt ursprünglich aus der Edelschmiede von Richard Polessnig, besser bekannt unter Ripo Modellbau. Nachdem ich so viel Spaß mit dem Ventus C vom gleichen Hersteller hatte, lag es nahe, den kompakten und ebenfalls von Valenta und Schmierer Modellbau  überarbeiteten Discus b auszuprobieren. Der Discus b verfügt über den gleichen Rumpf wie der Ventus und besitzt ebenfalls ein RG 15-Profil; er sollte durch die geringere Spannweite von 333 cm über eine größere Agilität um die Längsachse verfügen als der Ventus mit seiner Spannweite von 395 cm. Der Discus sollte als reiner Segler gebaut werden – ein elektrifizierter Rumpf lag ja durch den Ventus bereit.

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Die an den Querrudern verwendeten Servos vom Typ Graupner C 3321 wurden in Servorahmen eingebaut.

Der Discus b ist das Segelflugzeug der Standardklasse schlechthin. Mit ihm wurden sechs Weltmeistertitel in Folge gewonnen. Wegen seiner harmonischen und sehr angenehmen Flugeigenschaften und der geringen Ruderdrücke, die für ein ermüdungsfreies und entspanntes Fliegen sorgen, wird er aber auch im allgemeinen Clubbetrieb sehr geschätzt. Gespannt war ich daher, ob diese Eigenschaften auf das Modell übertragen werden konnten.

Das Modell
Geliefert wird der Discus äußerst sorgfältig in Luftpolsterfolie eingepackt und in einem ungewöhnlich stabilen Karton. Alle Teile hinterlassen einen sauber und stabil gefertigten Eindruck. Der Verarbeitungsgrad hat bei Valenta zwischenzeitlich einen beachtlichen Standard erreicht; daraus resultiert ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein gewisser Abstand zu den Edelschmieden ist zwar immer noch vorhanden. Aber diese Kluft ist merklich geringer geworden. Der Kunde kann für den gezahlten Preis wahrlich mit der gelieferten Ware zufrieden sein. Bedenkt man, dass der Bausatz nahezu komplett ausgestattet ist, geht der Preis absolut in Ordnung. Bis auf die Anlenkungsgestänge sind sämtliche benötigten Kleinteile im Lieferumfang enthalten. Als angenehm empfinde ich, dass die Kabinenhaube bereits fertig mit dem Rahmen verklebt und an den Kabinenhaubenausschnitt angepasst ist. Selbst der Kabinenhaubenverschluss ist funktionsfähig eingebaut. Das nenne ich eine saubere Vorleistung, die nicht viele Hersteller serienmäßig bieten.

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Die serienmäßig eingebauten doppelstöckigen Landeklappen verriegeln zuverlässig, sind optimal dimensioniert und gewährleisten stressfreie Landungen.

Im Rahmen der ersten Inaugenscheinnahme habe ich die einzelnen Komponenten auf die Waage gelegt und folgende Gewichte notiert: Rumpf komplett mit Kabinenhaube 815 g • Tragfläche links  / rechts 717 / 714 g • Höhenleitwerk 95 g • Seitenruder 44 g • Tragflächenverbinder 92 g • Kleinteile 124 g. Das ergibt 2.601 g. Somit konnte ein Abfluggewicht von etwa 3.300 g angepeilt werden.

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Für die Abdeckungen der Servoschächte liegen dem Bausatz GfK-Abdeckungen bei, die noch etwas angepasst werden müssen.

Die Tragflächen In Ermangelung einer Bauanleitung habe ich mit der Fertigstellung der Tragflächen begonnen. Viel gibt es hierbei nicht zu berichten. Die von mir gebaute Version hat Tragflächen in Carbon-D-Box-Ausführung, die einen ausgesprochen stabilen Eindruck machen; da kann man ruhig mal etwas fester zupacken. Die Landeklappen sind fertig installiert und mit Abdeckungen versehen. Auch die Anlenkungsgestänge sind bereits eingebaut. Sie sind gegebenenfalls an die verwendeten Servos anzupassen und mit Gabelköpfen zu versehen. Als Servos wurden hier zwei Hitec HS 82 MG dienstverpflichtet, in Schrumpfschlauch eingetütet und mit dickem Sekundenkleber in den Schächten fixiert. Die Profiltiefe ließe hier Servos bis 17 mm Dicke zu.

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Der Einbau der Rumpfservos wurde in Eigenregie umgestaltet und die Servos stehend eingebaut. Unter dem Servobrett sind Empfänger und Empfänger-akku eingebaut. Das Höhenruderservo wurde in dem herstellerseitig eingeklebten Spant in der Leitwerksflosse untergebracht.

Zwei Graupner C 3321 aus meinem Fundus habe ich für die Querruderbetätigung vorgesehen. Die Profiltiefe an der Einbaustelle beträgt 15 mm; die Servos lassen sich daher problemlos unterbringen. Ich habe sie in Einbaurahmen gelagert, die ich mit UHU endfest 300 in die Servoschächte eingeklebt habe. Die zugehörigen Gestänge müssen in Eigenregie angefertigt werden. Als Ruderhörner kommen Kugelkopfanlenkungen zum Einsatz, die dem Bausatz beiliegen. Die notwendigen Inserts hat der Hersteller bereits an entsprechender Stelle in die Ruder eingeklebt. Die Kugelköpfe sind also nur noch mit etwas Schraubensicherungsmittel zu versehen und einzuschrauben. Für die Kabelverbindung zum Rumpf sind die grünen MPX-Stecker vorgesehen (entsprechende Durchbrüche sind eingearbeitet) und an diesen die mit Verlängerungen versehenen Servokabel anzulöten….

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 9/2015 des MFI Magazins.