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Der Viertakt-Sternmotor UMS 125

Eingereicht

Ein neuer Stern am Motorenhimmel

In der MFI 11 / 2019 habe ich den neu entwickelten 125 ccm-Sternmotor von UMS kurz vorgestellt und seine technischen Daten vorgestellt. Angeworfen wurde der schicke Stern im Vorbericht noch nicht, daher fand der eigentliche Test erst im Anschluss statt. Schauen wir also, wie sich der UMS 125 im Betrieb schlägt.

UMS hat sich offenbar auf die Fahne geschrieben, die Kluft zu den »großen« Mokis zu schließen. Denn vor allem im Bereich unter den Platzhirschen gab es bisher fast nichts an Sternmotoren. Ich hatte ja bereits in vergangenen Ausgaben der MFI die beiden Saito-Sterne vorgestellt, die sich mit ihren drei Sternen allerdings eher im unteren Segment einordnen lassen. Den Saito FG-60 R3 mit seinen gut 60 ccm findet man in MFI 12 / 2016 und der FG-90 R3 mit 90 ccm in der MFI 03 / 2018.
Beide finden ihren Platz in Warbirds mit 200 bis etwa 220 cm Spannweite, wobei der FG 90 R3 sogar meine 240 cm spannende Fokker Dr.I antreiben kann (Siehe MFI 11 / 2019). Vermutlich wird der Großteil der Sternmotore in Warbirds eingesetzt. Ab einer Spannweite von etwa 250 – 260 cm und dem entsprechenden Gewicht musste man als bereits in Richtung eines Moki schauen. Auch mein aktuelles Bauprojekt, die Focke Wulf 190 A8 von FokkeRC im Vertrieb von Engel Modellbau liegt mit einer Spannweite von 262 cm und einem erwarteten Gewicht von etwa 15 – 18 kg eigentlich im Suchradius eines Moki-Antriebs. Und genau hier kommt UMS mit den neu entwickelten Fünfzylinder-Sternmotoren ins Spiel!

In den ersten Betriebsminuten blieb der Leerlauf bei relativ 1.500 UPM, später lag er nur wenige Umdrehungen über den angegeben 1.100 UPM des Herstellers.

Im Prinzip hat der indische Hersteller UMS eine ganze Kollektion von Antrieben mit fünf Zylindern auf den Markt gebracht, bei dem in jeder Hinsicht etwas dabei sein dürfte: Der Kleinste in der Reihe weist zarte 55 ccm auf, gefolgt von Motoren mit 75, 125, 180 und dem Spitzenmodell mit 210 ccm. Da der 125er so schön in der Mitte der Kollektion liegt und zudem auch ganz gut mit der Fw 190 zurecht kommen sollte, wurde dieser Antrieb gewählt. Die Motoren gibt es nicht gerade zu Discounter-Preisen, aber schließlich wollen wir gut laufende und zuverlässige Antriebe, und die gibt es nunmal nicht zum Altmetall-Preis. Der kleinste UMS Fünfzylinder-Stern beginnt bei bigplanes.nl bei 1.799 Euro, der größte mit 210 ccm schlägt mit 3,119 Euro zu Buche.

Fast alle Oberflächen des Sternmotors sind mit Kühlrippen versehen. Die richtige Kühlluftführung vorausgesetzt sollte es keine Hitzeprobleme geben.


Der Edel-Antrieb

Neben dem eigentlichen Sternmotor wird dankenswerter Weise auch ein passender Schalldämpfer mitgeliefert. Dies spart dem Kunden zusätzliche Kosten ein, denn die notwendigen Dämpfer sind im Allgemeinen nicht gerade billig. Allerdings fällt auf, dass kein Kerzenschlüssel beiliegt, den hätte UMS gerne noch spendieren können. Neben der englischsprachigen Anleitung finden sich eine Bohrschablone sowie ein Abnahmereport des Motors im Lieferumfang. Es ist aber nicht erkennbar, ob es sich wirklich um das Protokoll des vor einem liegenden Antriebs oder um grundsätzliche Werte der 125er Motoren handelt. Wie schon im Preview kurz angemerkt, verdutzte mich allerdings die anbei liegende Smoke- und / oder Spritpumpe. Die Anleitung sagt aber ganz klar, dass die Pumpe als Spritpumpe vorgesehen ist, denn alle Antriebe bis einschließlich dem 125 ccm Motor sollen wirklich mit zusätzlicher Pumpe betrieben werden. Nun, die Lauftests sollten Auskunft geben, ob das Nachhelfen per Pumpe wirklich nötig ist. Am Kraftstoffanschluss des Vergasers hat der Hersteller ein Schlauchstück angebracht – dessen Querschnitt passt aber ulkigerweise überhaupt nicht zu …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 1/2020 des MFI Magazins.