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Das Widgeon-Projek – Ein kleiner Workshop

Eingereicht

Teil 1: Die Lackierung

Die Grumman G-44 ‘Widgeon’ repräsentiert ein typisches Amphibienflugzeug der 1940er Jahre und wird von Great Planes/ElectriFly als handliches ARF-Modell mit GfK-Rumpf angeboten. Nach Ansicht unseres Autors Gunther Winkle hat dieses gelungene Modell nur einen Fehler: Es wird im falschen Farbschema geliefert! Wir zeigen in dieser und den folgenden MFI-Ausgaben, wie man die G-44 mit Farbe, neuen Beschriftungen, funktionsfähiger Beleuchtung und zusätzlichen Details in ein zeitgenössisches Such- und Rettungsflugzeug der US Coast Guard verwandeln kann. Das Schöne daran: Viele der geschilderten Maßnahmen sind grundsätzlicher Natur und auf andere Modelle jeglicher Couleur übertragbar!

G-44-Lackierung-(2)

Wie eingangs erwähnt, ist die kleine Widgeon ein gelungenes Modell – mit reichlich Potential nach oben, was die Gestaltung und Verfeinerung betrifft. Und sie ist es wert, dass man sich eingehend in dieser Richtung mit ihr beschäftigt, dann kann aus ihr nämlich ein echtes Schmuckstück werden. Als Erstes nehmen wir uns der Lackierung an.

G-44-Lackierung-(3)

Die serienmäßigen Zierstreifen der Motorverkleidungen waren leicht erhaben und hätten sich daher unter der neuen Lackierung abgezeichnet. Aus diesem Grund wurden sie mit 400er Schleifpapier nass abgeschliffen.

Vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg verwendete die US Coast Guard bei ihren Such- und Rettungsflugzeugen ein weithin sichtbares Farbschema mit leuchtend gelben Tragflächen und gelbem Leitwerk. Der Rumpf und die Flügelunterseiten waren dagegen mit silberner Korrosionsschutzfarbe lackiert. Dieser spezielle Schutzanstrich beinhaltete feines Aluminiumpulver und hatte damit große Ähnlichkeit mit heutigem Metallic-Felgenlack, der ebenfalls feine Aluminium-Partikel enthält.

Zur Lackierung der silberfarbigen Oberflächen unseres Modells verwendeten wir daher Duplicolor Car’s Felgenlack. Dieser Acryllack aus der Spraydose haftet ausgezeichnet am GfK-Rumpf und den Unterseiten der folienbespannten Flügel, ohne dabei den Kunststoff anzugreifen.

G-44-Lackierung-(4)

Nach dem Schleifen wurden die Teile mit Seifenwasser gereinigt und anschließend mit Spiritus entfettet.

Bei den gelben Flächen war die Farbauswahl etwas schwieriger, da die meisten angebotenen Gelbtöne nicht kräftig genug sind. Gelber Autolack schied von vorne herein aus, da wir unser Modell seidenmatt lackieren wollten und fast alle Autolacke hochglänzend sind. Fündig wurden wir schließlich im Baumarkt, wo wir den Farbton »Sonnenblumengelb« als wasserverdünnbaren Acryllack erhielten.

Abkleben & Lackieren
Vor dem Lackieren haben wir die serienmäßig aufgebrachten Zierstreifen der G-44 am Rumpf und an den Motorgondeln abgeschliffen, da sie leicht erhaben aufgebracht waren und sich dadurch unter der neuen Lackierung abgezeichnet hätten. Nach dem Schleifen wurden alle Oberflächen mit Seifenwasser gereinigt und abschließend mit Spiritus entfettet.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 9/2015 des MFI Magazins.