Aus der Redaktion

Hier finden Sie Interessantes, Wichtiges, Hintergründiges, Literatur, Multimedia und mehr ...

szene

Treffpunkte, Kontakte, Meinungen, Erfreuliches, Ärgernisse - was ist los in der Modellbauszene...

archiv

Sie haben einen Bericht verpasst oder möchten einfach in alten Ausgaben stöbern…

Home » Aus der Redaktion

Boxer aus Fernost

XYZ 53ccm STS

Auf der Suche nach einer geeigneten Motorisierung für meine 215 cm spannende Focke Wulf 190 von TopFlite stieß ich auf den Zweizylinder-Boxermotor XYZ 53ccm STS. Was zunächst wie ein Platzhalter klingt, wird von einer chinesischen Firma mit Namen Zhejiang Jinnuo Machinery (www.zj-jn.cn) hergestellt. Es dauerte allerdings relativ lang, bis ich herausfand, wer dieser Hersteller überhaupt ist. Erst ein Eintrag in einem US-Forum führte mich zu der Firma und ihrer Webseite. Dort wird mit dem Slogan »Kundenzufriedenheit ist das Ziel« geworben. Dann schauen wir mal, ob ich mich nach dem Motorentest zu diesem zufriedenen Kundenkreis zählen kann.

070-073-001_xyz_002

Die Verpackung des »kleinen« Boxermotors ist schlicht und funktionell gehalten, der Motor ist sicher verpackt und hat den Transport aus Übersee gut überstanden. Der erste Eindruck ist positiv: Poliertes Chrom und einzeln verpacktes Zubehör, eine Zündung mit zwei Kerzenklemmen, zwei Zündkerzen vom Typ CM-6, zwei »China-Dämpfer« sowie eine gedruckte Anleitung in englischer Sprache gehören zum Lieferumfang. Der Pumpenvergaser, ein Walbro-Klon mit Flatterventil und zugehöriger Dichtung, liegt separat bei und muss noch montiert werden.

Das Gehäuse besteht aus zwei vertikal geschnittenen und auf Hochglanz polierten Aluminumhälften und wird mit M4-Schrauben verschraubt. Über die verwendeten Legierungen schweigt sich der Hersteller aus. Ein Blick durch die Vergaser-Montageöffnung zeigt eine gut verarbeitete Kurbelwelle, wobei auch hier Angaben zum verwendeten Material fehlen.

Die beiden Zylinder sind werksseitig mit stehenden Zündkerzen montiert, können laut Hersteller aber auch gedreht montiert werden, um auch unter kleineren Hauben noch Platz zu finden. Die Kerzen zeigen dann nach unten, also in Richtung des allgemein größtmöglichen Haubendurchmessers. Der Kurbelwellendurchlauf wird typischerweise mittels Magnet und Hall-Sensor registriert.

Um den Motor auf den Test vorzubereiten, wurden der Vergaser sowie die beiden Topfdämpfer montiert. Die beiliegenden Dichtungen erweckten zwar nicht den Eindruck, als ob sie zu 100% abdichten würden, aber vielleicht halten sie im Tagesbetrieb ja doch stand. Dazu später mehr.

Die beiden als Einkammerdämpfer aufgebauten Dämpfer sind sehr leicht, versprechen bei einem Zweizylindermotor allerdings nicht gerade einen angenehmen Lärmpegel. Ob sie die gesetzlichen Vorschriften einhalten können, wird sich im Test zeigen. Schließlich leiden gerade Motoren aus Fernost oftmals unter schlechten Dämpfern. Momentan gibt es jedoch keine Ersatzdämpfer für den XYZ, auch schweigt sich der Hersteller über mögliche Alternativen aus.

Die Abgase verlassen den jeweiligen Zylinder durch Seitenauslässe, die bei horizontaler Montage des Boxers nach unten zeigen. Bei der Montage der Töpfe fiel mir auf, dass die Gewinde an beiden Zylindern nicht gut geschnitten waren. Fast alle Schrauben hakten, so dass ich überlegte, die Gewinde nachzuschneiden, um ein Abreißen der Schrauben zu vermeiden.

Die Propellernabe hat eine bereits angeschliffene Basisplatte für den Propeller. Dieser wird von vier M4-Inbusschrauben gehalten, der Befestigungsring kann für die vier M4-Bohrungen benutzt werden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 4/2016 des MFI Magazins