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Albatros D.Va im Maßstab 1:2,9 – Eigenbau in Perfektion

Eingereicht

Konnte sich Martin Gertitschke früher mangels Angebot keine Bausätze kaufen und musste seine Flugzeuge notgedrungen selbst bauen, so kann er es sich heute kaum noch anders vorstellen. Bislang hat er noch kein einziges Baukasten-Modell gebaut – alle seine Maschinen sind Eigenbauten. Mit seiner Albatros D.Va beweist er, dass man mit Kreativität und Geschick fantastische Scale-Modelle im Großmaßstab bauen kann, ohne das Budget oder den Zeitrahmen zu sprengen. Das Projekt konnte mit überschaubarem finanziellem Aufwand in nur 11 Monaten Bauzeit zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden.

Von mir kann man ruhigen Gewissens sagen, dass ich Modellbauer bin – ich habe noch nie einen Bausatz gekauft, sämtliche meiner Flugzeuge habe ich selbst gebaut. Nun sollte wieder ein neues Projekt her. Die Firma Vintage Aviator hat bislang vier Albatros D.Va nachgebaut. Für mich die besten Repliken dieses formschönen Flugzeugs und somit die optimale Vorlage für mein neues Vorhaben.

Normalerweise beginne ich mit dem Bau des Motors, da ich aber bereits einen Oberursel-Umlaufmotor im Maßstab 1 : 4 für eine Fokker E III in Arbeit hatte, entschied ich mich diesmal dazu,  einen Motor zu kaufen. Um bei der Albatros eine gute Kühlung zu erreichen, muss der Motor weit vorne sitzen. Grund dafür ist der kleine Spalt zwischen Propellerspinner und Rumpf, und der Motorensound und die Größe sollen ja auch zum Flieger passen. Die besten Vorraussetzung hatte der Moki 180.

050-055-Albatros

Nachdem ich eine Original-Zeichnung des Rumpfs auf den Maßstab 1 : 3 gebracht habe, stellte sich heraus, dass eine wichtige Flügelverspannung im Motorbereich nicht den Zugkräften gerecht wird. So musste der Maßstab auf 1 : 2,9 geändert werden. Beim Bau meiner Modelle versuche ich, die damalige Technik anzuwenden und die Bauteile so herzustellen, wie man es seinerzeit gemacht hat. Auch beim Material versuche ich mich so weit wie möglich an der Vorlage zu orientieren. Natürlich muss man auch Kompromisse eingehen und z. B. an hochbelasteten Stellen Titan- statt Stahlblech verwenden. Nachdem das benötigte Material für den Bau beisammen war, konnte das Projekt Albatros beginnen.

Bau des Rumpfs
Nach meiner Meinung ist der Rumpfbau die größte Herausforderung beim Bau der Albatros. Die Rumpfspanten wurden von einer Originalzeichnung abgenommen, auf 5-mm-Sperrholz übertragen und mit der Laubsäge ausgesägt. Danach wurden die Spantenverstärkungen aufgeleimt und mit einer selbst angemischten Beize gestrichen. Den Farbton der Beize habe ich dem damals verwendeten Leinöl nachempfunden. Die Rumpfgurte bestehen im vorderen Bereich aus Kiefernholz und im hinteren aus Abachi. Die 16 Beschläge für Fahrwerk und Flügelbaldachin sind aus Titan angefertigt. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 6/2016 des MFI Magazins.