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AGA Power Akkus — Starke LiPos, die nicht zu viel versprechen

Eingereicht

RC-Dynamic ist eine recht junge Firma. Das Programm ist derzeit noch überschaubar und legt den Schwerpunkt zunächst auf den Vertrieb von Akkus der Firma AGA Power. Deren Leistungsdaten machten unseren Autor Peter Koller hellhörig, und so hat er Akkus der gängigen Größen 3s / 2.600 mAh und 4s / 4.200 mAh mit jeweils 50C einer intensiven Prüfung unterzogen – mit hervorragenden Ergebnissen!

AGA_Akkus_1Die Firma RC-Dynamic, relativ neu am Markt, hat sich zunächst nur auf den Vertrieb von LiPos mit »echten« Leistungsdaten, sprich C-Rates, beschränkt. Thomas Weiß, Dipl.-Ing. Elektrotechnik, und Robert Müller, diplomierter Physiker, betreiben seit über 20 Jahren aktiv Modellsport, Thomas Weiß hauptsächlich im Bereich Schiffe und RC-Cars, Robert Müller schwerpunktmäßig Flächenmodelle und inzwischen auch Hubschrauber. Beide sind seit mehreren Jahren unabhängig voneinander beruflich selbstständig, Thomas als Elektronik-Entwickler, Robert als IT-Spezialist. Sie hatten schon länger überlegt, ihr Hobby zu etwas Gemeinsamem, Beruflichem auszuweiten und wenn möglich beide Fachgebiete zu kombinieren. Bisher fehlte aber der Anstoß, um auch zur Tat zu schreiten. Der Deutschland-Vertrieb der AGA-Power-Akkus ist nun dieser Anstoß und ein erster Schritt. Sie haben das Ziel, zukünftig den Modellbau-Markt mit qualitativ hochwertigen Produkten zu bereichern, und zielen explizit nicht auf den Billig-China-Import ab. Unter demselben Aspekt ist das Unternehmen AGA-Technology an die beiden herangetreten, um seine Produkte künftig in Deutschland im oberen Segment zu platzieren.

AGA_Akkus_2

Der Temperatursensor liegt während der Messungen unter dem Schrumpfschlauch an den Außenkanten zwischen den Zellen, da hier die größte Wärme anliegt. Die Packs liegen während der Entladungen flach auf einem Holzbrett – Wärmeverteilung/Wärmestau sind also ähnlich wie im Modell.

Daher haben sie sich nach ausgiebigen Tests der Akkus, an dem nicht nur ich maßgeblich beteiligt war, zu dieser Kooperation und dem Start des gemeinsamen Unternehmens entschlossen. O-Ton Robert Müller: »Andere Produkte – auch Eigenentwicklungen – sollen folgen. Selbstverständlich wird es für die Akkus eine kontinuierliche Qualitätskontrolle durch unabhängige, anerkannte Fachleute geben. Wir wollen definitiv mehr in Richtung Qualitätssicherung tun, als andere das derzeit machen. Daher werden wir uns auch zunächst auf die Akkus fokussieren und das Produktangebot nur langsam erweitern.« Soviel zur Einleitung und Vorstellung der Firmengründer Robert Müller und Thomas Weiß.

AGA_Akkus_3Das übliche, im Kasten nachzulesende Testprozedere wurde der fortschreitenden Technik angepasst, wird auch regelmäßig – falls erforderlich – geändert bzw. auf die Erfordernisse zugeschnitten. Eventuell davon abweichende Maßnahmen werden in jedem Beitrag gesondert erläutert oder sind direkt den Diagrammen zu entnehmen.

Zum Test
… standen je zwei Packs 3s / 2.600 mAh und 4s / 4.200 mAh zur Verfügung. Ihre Qualitäten mussten sie durch entsprechend pingelige Hochstrommessungen an der Stromsenke beweisen. Die Einzelzellenspannungen aller Packs lagen bei Lieferung um 3,85 V; soweit ist schon mal alles paletti.

Dem mittlerweile üblichen Standard entsprechend, sind die Packs ordentlich konfektioniert, der Länge nach mit solidem Kunststoffband umschlossen. Zwischen den Ableiterfahnen der Einzelzellen verhindert isolierendes Silikongummi Kurzschlüsse. Zusätzlich werden die Kopf- und Fußseiten mit entsprechendem Polstermaterial vor Stoßbelastungen geschützt. Selbstverständlich ist alles astrein und faltenfrei eingeschrumpft. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 10/2014 des MFI Magazins.

So wird getestet
Zuerst erfolgt eine Konditionierung der neuen Zellen, wobei mit 0,5C geladen wird und anschließend jeweils eine Entladung mit 2C, 4C, 6C, 8C und 10C erfolgt.

Nach der Konditionierung erfolgt die Ladung jeweils mit 1C oder eventuell höheren Laderaten, sofern der Hersteller dies erlaubt. Nach 10 Minuten (oder entsprechend angegebener Ruhezeit, die vom Zellentyp abhängig ist) erfolgt die jeweilige Entladung für die entsprechenden Messreihen. Alle Entladungen erfolgen grundsätzlich an einer Stromsenke (elektronische Last) mit Konstantstrom (Acc).

Bis 10C Belastung werden die Messungen bei 3,3 Volt/Zelle (LiPo) und 2,5 V/Zelle (LiFe) beendet; über 10C (auch bei Impulsbelastungen) wird nach Möglichkeit (Temperaturverlauf) bis 3,2 Volt/Zelle (LiPo) und 2,25 V/Zelle (LiFe) entladen. Bei Temperaturen über 65 °C wird die Messung abgebrochen, da eine höhere Temperatur den LiPos/LiFes dauerhaften Schaden zufügt.

Der Gleichstrominnenwiderstand wird entweder bei 50 % Entladetiefe ermittelt oder aus mehreren Hochstromimpulsen der Mittelwert aus ∆U / ∆I (Spannungsdifferenz durch Stromdifferenz) gebildet. Die jeweils angewandte Methode ist auf den Diagrammen ersichtlich.

Grundsätzlich werden die auf den Diagrammen dargestellten Spannungen immer auf eine Zelle normiert.

Erklärung einiger E-technischer Kürzel: Acc = Konstantstrom • DC-Ri = Gleichstrominnenwiderstand • D.O.D. oder E.T. = Entladetiefe • Im = mittlerer Entladestrom • Um = mittlere Entladespannung • Ue = Entladeschlussspannung