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Ein neuer Stern am Thermikhimmel STAR

Eingereicht

Wir befinden uns im Jahre 2019 n. Chr. Ganz Deutschland ist von Nicht-Modellbauern bevölkert. Ganz Deutschland? Nein! Von unbeugsamen Modellbauern eingerichtete Bastelräume hören nicht auf, den ARF- und Schaum-Eindringlingen Widerstand zu leisten. Aber es sind immer weniger Bausätze von den sowieso fast verschwundenen Händlern zu bekommen. Man muss daher das Werkzeug schon selbst in die Hand nehmen, wenn man zu einem Modell kommen möchte, das den eigenen Ansprüchen voll genügt. Das geht auch ohne Zaubertrank! Deshalb habe ich mich ans elektronische Zeichenbrett gesetzt und den Elektrosegler STAR konstruiert.

Der Elektrosegler STAR ist für Modellbauer, bei denen der Traum vom Fliegen auch das Bauen beinhaltet. Als ich mit 12 Jahren mit dem Flugmodellbau anfing, gehörte es zu den Grundfähigkeiten, Flügelrippen aus Sperrholz mit der Laubsäge auszusägen. Ich fing meine Modellbaukarriere in einer Jugendgruppe an. Aber auch die Älteren werden sicher Modellbaukollegen kennen, mit denen sie das Gemeinschaftsprojekt STAR starten wollen. Zusammen bauen und später gemeinsam in der Thermik im Wettstreit stehen macht unheimlich viel Spaß. Für »Sägefaule« habe ich am Ende des Berichts noch einen Tipp.

Bevor es mit dem Bau losgeht, möchte ich kurz die Konstruktion beschreiben. Ich habe die Tragfläche so konstruiert, dass eine handelsübliche 6 x 11 mm-Nasenleiste verwendet werden kann, die nicht mehr aufwendig in Form geschliffen werden muss. Der Rumpf und die Leitwerke werden in Fachwerkbauweise erstellt. Wir erhalten dadurch sehr leichte und stabile Bauteile und ersparen uns das Anfertigen von Rumpfspanten. Der Rumpf ist etwas voluminöser konstruiert. Denn bei Besenstiel-Modellen bekomme ich regelmäßig Schrecksekunden verpasst, wenn ich nach Thermikzeichen suche und dann das dünne Modell nicht mehr sehe.

Der rohbaufertige Rumpf.

Das Leitwerk des STAR ist hoch und die Wirkung des Seitenruders ausgezeichnet. Das Modell kann daher auch als einfacher Zweiachser gebaut werden. Ich mische per Sendermischer ein wenig Seitenruderausschlag zu den Querrudern, um das negative Wendemoment der Querruder auszugleichen. Man kann dazu auch die Querruder differenzieren, also den Ausschlag nach unten kleiner als nach oben einstellen. Ich finde aber die Lösung mit dem Seitenruder eleganter. Dank der teilbaren Flächen ist der STAR sehr transportfreundlich und mit seinen 239 cm Spannweite hat er auch in der Luft eine schöne Größe. Das Modell ist als sogenannter »Floater« auf geringes Sinken ausgelegt. Die Streckenleistung ist sehr gut und man kann Abwindfelder gut durchfliegen. Es ist klar, dass man den STAR nicht wie einen Hotliner bewegen …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 7/2019 des MFI Magazins.