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Pfalz D.IIIa ein …

Eingereicht

… Superscale- Modell in der Mache

Die Jagdeinsitzer Pfalz D.III und D.IIIa wurden in Speyer in den Pfalz Flugzeugwerken gebaut. In den Jahren 1914 bis 1918 wurden hier insgesamt 2.962 Flugzeuge der Typen Pfalz Parasol über D.III, E.I, E.II, D.XII bis D.XV gebaut. Unter anderem entstanden 260 Pfalz D.III und 750 Pfalz D.IIIa. Die Pfalz Flugzeugwerke waren im Ersten Weltkrieg der drittgrößte deutsche Hersteller von Flugzeugen. Die heute noch bestehende Montagehalle (Liller Halle) beherbergt heute das Auto und Technik Museum Speyer und ist Heimat des Nachbaus der Pfalz D.III. Auf der Suche nach einem neuen Bauprojekt habe ich festgestellt, dass es kaum Bausätze der Pfalz D.III auf dem Markt gibt und noch viel weniger im Maßstab 1 : 3. Da die Museumsmaschine praktisch vor meiner Haustür im Museum steht und ich gute Beziehungen zu einem der Initiatoren des Nachbaus habe, stand die Entscheidung für das neue Modell schnell fest.

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Details, wohin man schaut. Das Cockpit überzeugt.

Beim Bau meiner Pfalz D.IIIa war mir Peter Seelinger eine unschätzbare Hilfe. Er hat mir hervorragende technische Unterlagen beschafft, unter anderem eine Kopie der Original-Ersatzteilliste der Pfalz D.III. Diese Unterlagen sind für mich beim Bau eine große Hilfe, da diese Liste eine Bebilderung und die Maße der Bauteile enthält. Beim von mir gewählten Maßstab 1 : 3 ergibt sich eine Spannweite von 3,12 Metern bei einer Rumpf­länge von 2,33 Metern.

Für die Motorisierung habe ich die Zeichnungen einiger in Frage kommender Motoren auf Modellgröße kopiert und auf Transparentfolie ausgedruckt. So konnte ich überprüfen, wie gut sich die Antriebe in die doch recht enge Rumpfnase einpassen lassen. Dabei hat sich der Boxermotor ZG 80 von Toni Clark als beste Lösung ergeben. Die zwei großen Lufteinlässe links und rechts an der Rumpfnase dienen der Kühlung der Zylinder und der Auspuffanlage sowie der Frischluftzufuhr für den Vergaser. Die Wartungsöffnungen bieten sich an, um dahinter im Modell Ladebuche, Ein / Aus-Schalter und Betankung anzubringen.

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Die Seilanlenkung für Höhen- und Seitenruder wird installiert.

Das Höhenruder wird von zwei Graupner-Servos DES 707 angelenkt, ebenso Gas und Motordrossel. Das Seitenruder wird mit einen 20 kg-Servo Dymond DSX TGHV, die Querruder werden von je einem 25 kg-Servo KST BLS 825 betätigt. Als Empfänger habe ich den GR-24 PRO im Einsatz. Die Stromversorgung übernehmen zwei LiPos mit je 7,4 Volt und 2.800 mAh sowie eine PowerBox Professionel.

Der Bau
Mein Bauhelling besteht aus einer alten Holztür, die ich auf 2,5 Meter verlängert habe. Die ersten Schritte des Aufbaus bestanden darin, den Plan des Modells zu vermessen und die entsprechenden Spanten und ihre Unterspanten herzustellen. Ohne die Helling mit ihren Unterspanten wäre ein exakter Aufbau des Modells nicht möglich. Bei der Art und der Stärke des Holzes habe ich mich nach deren Belastung gerichtet. So bestehen z. B. der Spant 3 (Motorspant) und die Spanten 4 und 6 (Tragfläche, Fahrwerk aus 10 mm-Buchensperrholz. Im hinteren Teil des Modells wurde 4 mm-Pappelsperrholz verwendet. Zu Beginn des Baus wurden die Spanten und Leisten nur zusammengesteckt und noch nicht verleimt. So konnte ich alle Bauteile bei eventuellen Änderungen einfach austauschen. Manche Spanten habe ich bis zu sechs mal neu gefräst.

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Die Spanten und Leisten wurden zunächst nur gesteckt, um Änderungen leichter umsetzen zu können. Manche Spanten wurden sechsmal neu gefräst.

Nachdem der Rumpf rohbaufertig war, wurde mit dem Einbau des Motors mit Tank und dem Servo für Gas und Drossel begonnen. Der Auspuff wurde mit einer GfK-Umhüllung im Rumpf montiert. Dazu habe ich Röhrchen aus Kohlefaserrohr auf den Auspuff geklebt und dann die Umhüllung darüber geschoben. In dieser Anordnung werden im Betrieb die Zylinder und der Auspuff über die Lufteinlässe gekühlt und die heißen Abgase aus dem Modell abgeleitet. Die Ausleitung der Luft erfolgt an der Unterseite der Pfalz, hier hatte auch das Original eine Wartungsöffnung.

Die Akkus sitzen vorne vor dem Schwerpunkt. Der Empfänger und die PowerBox sitzen auf einem Spant weiter hinten auf einem eigenen »Empfänger-Brett«. Auch die Ladekabel und LEDs für die Akkus sind dort angebracht und über Wartungsöffnungen zugänglich. Beim Aufbau des Servobretter für Höhen -und Seitenruder mit Seilanlenkung habe ich mich an der Ausführung meiner Sopwith Pup von Toni Clark orientiert und …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 11/2017 des MFI Magazins.