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Alles in Reihe Zweizylinder-Reihenmotor

Eingereicht

MVVS 116iL

Der lange angekündigte Reihenmotor MVVS 116iL hat nun die Serienreife erreicht und vervollständigt die Motorenfamilie. Der Motor ist in der klassisch luftgekühlten und in einer wassergekühlten Version, jeweils auch mit Anlassersystem erhältlich. Darauf haben viele Modellbauer gewartet. Denn wenn der MVVS 116iL hält, was seine Pendants aus der Baureihe mit gleichen Zylindern schon lange im Einsatz unter Beweis stellen, dann ist er wieder der Stärkste seiner Klasse. Das macht ihn zum optimalen Motor für Scale-Modelle und Warbirds, die vorbildbedingt eine schmale Motorhaube haben. Grund genug also, den MVVS 116iL genauer anzuschauen.

Auf der Grundlage des Einzylinder- Benzinmotors 58IRS Pro Sport wurde beim tschechischen Motorenproduzenten MVVS konsequenterweise der Zweizylinder-Boxermotor 116 IRS entwickelt. Natürlich ist das nicht nur eine simple Verdopplung des Hubraums des bewährten 58er Triebwerks durch Hinzufügen eines weiteren Zylinders, sondern es handelt sich um eine Neuentwicklung mit entsprechend langem Vorlauf zur Serienfertigung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass aus den bewährten Serienteilen kleinerer Einzylinder-Baureihen unterschiedliche Motorentypen abgeleitet werden. So auch beim nun serienreifen Reihenmotor 116iL, der lange auf der Internetseite von MVVS vorangekündigt war.

Sortimenterweiterung und Qualitätssteigerung sind nach eigenem Bekunden erklärtes Firmenziel des Motorenanbieters MVVS. Immer am aktuellen Geschehen orientiert, kam man kürzlich mit einem bärenstarken 175er Boxer und einem 190 ccm-Vierzylinder auf den Markt. Beide Neuerscheinungen wurden in der Szene schnell angenommen und haben sich in der Praxis schon gut bewährt. Nun also noch ein Reihenmotor; vielleicht wollte man den Chinesen den Markt der Reihenmotore nicht ganz allein überlassen.

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Der Motor ist nicht einfach nur eine Drehung des entsprechenden Boxers, sondern eine völlige Neukonstruktion. Lediglich Vergaser, Pleuel, Kolben und die Zylinderköpfe des 58ers wurden in die Konstruktion integriert. Ein bewährtes Baukastensystem eben, zu dem das komplexe Kurbelgehäuse und das Hauptelement, die Kurbelwelle eines Reihenmotors hinzugefügt wurden. Beim Boxer wird bei der Version mit Heckvergaser ein einzigartiges und neuartiges Ansaugkonzept, das sogenannte »MVVS Air System« genutzt, um einen nahezu gleichmäßigen Befüllungsgrad der Zylinder mit zündfähigem Gemisch zu erreichen. Das geht beim Reihenmotor leider so nicht. Um aber auch hier beide Zylinder mit gleichem Gemisch zu versorgen, hat jeder Zylinder einen eigenen Vergaser. Allerdings müssen die Vergaser nun exakt synchronisiert und über ein Gestänge gleichförmig angesteuert werden.

Für Modelle, bei denen es um jeden Millimeter unter der Motorhaube ankommt oder absolute Scale-Freaks, die einen Modellantrieb dem Original entsprechend einbauen wollen, gibt es den Motor auch in einer wassergekühlten Version. Und wer noch ein wenig Platz unter der Haube hat, der bestellt gleich die Variante mit dem Anlasser. Das ist dann die Krönung auf dem Platz, wenn das Modell in Position steht und der Motor aus der Ferne gestartet wird. Diese Versionen gibt es bei MVVS betriebsfertig montiert. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 3/2017 des MFI Magazins.