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Bergfalke II/55

Eingereicht

von Grupp-Modellbau

Welche Möglichkeiten hat man, wenn man zwar Spaß am weiträumigen Thermikfliegen hat, es im zunehmenden Alter aber immer schwieriger wird, die Fluglage auch in größerer Entfernung noch korrekt einzuschätzen? Nachdem die unselige Planung unseres Bundesverkehrsministers die Flughöhe auf maximal 100 Meter zu begrenzen, hoffentlich endgültig ad acta gelegt wurde, gibt es nur eine Möglichkeit: Ein größerer Flieger muss her! Bestimmende Größe bei einer Neuauswahl ist das »Flugplatz-Shuttle« Opel Astra Caravan, so dass der Maßstab bei etwa 1:3 liegen sollte. Und da ein moderner Hochleistungssegler einfach nicht genug Schatten wirft, geht das Suchraster eher in Richtung Oldtimer. Auf der Faszination Modellbau in Friedrichshafen habe ich am Stand von Grupp-Modellbau den Semiscale-Nachbau des Bergfalken II/55 mit 5.530 mm Spannweite entdeckt.

Das Original
Bereits vor dem II. Weltkrieg hatte Dipl. Ing. Egon Scheibe mit seinen Konstruktionen Mü10 und Mü13 zwei leistungsfähige Flugzeugtypen entwickelt. Unverzüglich nach der Wiederzulassung des Segelflugs in Deutschland 1951 wurde die Firma Scheibe Flugzeugbau in Dachau gegründet und basierend auf den Erfahrungen der beiden Vorkriegsmuster konstruierte Scheibe die Mü-13E Bergfalke. Charakteristisch war dabei der in Fachwerkbauweise aus einem Stahlrohrgerüst geschweißte Rumpf mit Stoffbespannung sowie die Trag- und Leitwerke in klassischer bespannter Holzbauweise. Bereits 1953 erschien der neu entwickelte Bergfalke II und noch einmal zwei Jahre später der Bergfalke II/55. Dieses Muster wurde in rund 300 Einheiten gebaut und überwiegend zur Anfängerschulung, aber auch zum Leistungsflug eingesetzt. Aufgrund der leichten Montage, den gutmütigen Flugeigenschaften und auch den anerkannt guten Flugleistungen war der Bergfalke II/55 bei Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt und von den 1950er bis in die 70er Jahre von keinem Segelflugzeugplatz wegzudenken. Interessanterweise ist der Bergfalke vom Luftfahrtbundesamt zwar nicht für den Wolken- und Kunstflug, aber sehr wohl zum Absetzen von Fallschirmspringern zugelassen.

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Das Modell
Der Bergfalke II/55 ist ein typisches ARF-Modell aus fernöstlicher Fertigung und wird vom Hersteller www.pilot-rc.com in einer Sonderauflage speziell nach den Vorgaben von Grupp-Modellbau gefertigt. Mit dem Servoeinbau direkt im Höhenleitwerk, einer Landekufe aus Aluminium sowie einem zweifarbigen Kunstflugfächer und weiteren Detailänderungen ist der Bergfalke in dieser Version exklusiv nur bei Grupp erhältlich. Rumpf, Leitwerke und Tragflügel sind in klassischer Holzbauweise mit gelaserten Rippen und Spanten aus Pappelsperrholz aufgebaut, mit Balsaholz beplankt und fertig bespannt. Die klare Kabinenhaube ist bereits fertig lackiert und mit dem Haubenrahmen verklebt.

Der Zubehörsatz enthält ein Landerad sowie ausreichend dimensionierte M3-Kugelgelenkgabelköpfe, Schubstangen aus 3 mm-Stahl mit Rechts- / Linksgewinde und doppelte GfK-Ruderhörner. Dazu finden sich weitere Kleinteile zur Servomontage, ein Stahlseil zur Anlenkung des Seitenruders sowie eine gut 1,40 m lange CfK-Rohrsteckung zur Verbindung der beiden Tragflächenhälften. Die Anleitung findet sich auf der Webseite von Grupp als PDF zum Download, steht aber leider nur in Englisch zur Verfügung und erfordert bei einigen Montageschritten etwas Interpretationsbedarf, da hier Standardversion / Pilot-RC und Sonderauflage / Grupp voneinander abweichen.

Soweit man in den strukturellen Aufbau hineinschauen kann, sind alle Verklebungen sauber und ordentlich ausgeführt. Flächen, Rumpf und Leitwerke stehen in den richtigen Winkeln zueinander und wenn man einmal von den wohl immer erforderlichen Nachbügelarbeiten absieht, sind alle Teile auch ganz ansehnlich mit Oracover bespannt. Das alles hinterlässt auf den ersten Blick schon mal einen durchaus positiven Eindruck. Leider steckt der Teufel manchmal im ARF-Detail, doch davon später mehr. …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 2/2017 des MFI Magazins.

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