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“per aspera ad astra” — Ryan STA in 1: 3

Eingereicht

Klassiker als Großmodell von Modellbau Vogt

»Auf rauen Wegen zu den Sternen« – auf diesen Nenner könnte man die Erfahrungen unseres Autors mit der hier vorgestellten Ryan bringen. Wer dieses Großmodell mit 304 cm Spannweite in Angriff nimmt, sollte schon gewisse Erfahrungen im Flugmodellbau mitbringen, denn die eine oder andere Hürde muss schon genommen werden. Das Ergebnis aber lohnt letztendlich alle Mühen. Ein besonderes Bonbon ist dabei der mit einem Anlasser ausgerüstete 80er MVVS-Einzylinder.

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Claude T. Ryan entwickelte die Ryan ST schon 1933. Das Kürzel ST steht für Sport Trainer und das später hinzugefügte A für Aerobatic – dann aber mit einem leistungsgesteigerten Motor. Die Maschine erschien damals wie heute elegant und schnittig. Über 1.500 Stück wurden von ihr in unterschiedlichsten Versionen gebaut, und einige von ihnen sind heute noch auch auf deutschen Flugtreffen (wie der ILA Berlin oder auf der Hahnweide) zu bewundern.

Ryan_STA_2

Die Erstellung des Urmodells für die Ryan STA erfolgte sehr präzise. Der Autor konnte den Fortgang mitverfolgen und freute sich auf den Bausatz.

Das Modell
In 1: 3 gibt es die Ryan nur von Modellbau-Vogt. Da ich schon die Herstellung des Urmodells mitverfolgen konnte, war ich auf den Bausatz sehr gespannt. Rainer Vogt wählte eine kombinierte Aufbauart für diese Modellgröße; Rumpf und viele Anbauteile sind in GfK/CfK gefertigt, die Flächen in Styro/Furnier, Leitwerke und Randbögen sind in klassischer Rippen-Holm-Holzbauweise konstruiert. Mittlerweile gibt es die Flächen auch komplett in klassischer Holzbauweise, was den Fertigflächen mit Styrokern in jedem Fall vorzuziehen ist. Dazu später mehr. Schön auch, dass es zu diesem Modell mit dem MVVS 80IRS und einem dazu passendem Motordom ein komplettes Antriebsset gibt. Wie aus einem Guss, scheint es.

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Sämtliche Spanten zur Aussteifung des Rumpfs an exponierten Stellen und zur Befestigung von Motordom, Hecksporn und Steckung sind in Eigenregie herzustellen, ..

Der Rumpf 
Er ist elegant, schlank und lang und mit einem vor dem Ansatz der Motorhaube sauber gerundetem Abschluss versehen. Die beiden Cockpits sind noch auszuschneiden; man hat die Wahl zwischen dem Ein- oder Zweisitzer. Egal, welche Version es dann wird, man muss in jedem Fall das vordere Cockpit mit heraustrennen, da sonst kein Zugang zum vorderen Rumpfbereich möglich ist – und hier sitzen Abgasanlage, Tank, Akkus und deren Weiche. Und nur durch diesen Bereich hat man auch Zugang zu den vorderen Verschraubungen zwischen Fläche und Rumpf.

Entscheidet man sich für die in meinen Augen elegantere einsitzige Version, ist die vordere Abdeckung des Cockpitbereichs in Eigenregie herzustellen. Wegen des gewölbten Rumpfs kann man nicht einfach eine ABS-Platte über die Öffnung schrauben, die Spannung wäre zu groß. Vogt empfiehlt das Verformen einer ABS-Platte über einem Ofenrohr. Ich habe den vorderen Rumpfteil mit einer Haushaltsfolie abgedeckt und drei Lagen 150 g-Glasgewebe auflaminiert; sie ergibt perfekt die Illusion einer dem Original entsprechenden Aluabdeckung des vorderen Cockpits.

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Die GfK-Auspuffstutzen dienen nicht nur dem optischen Erscheinungsbild, sie tragen auch zur Abfuhr der Warmluft aus dem Motorraum bei. Wenn man sie auf …

Gemäß Hersteller benötigt der Rumpf der Ryan keinerlei Spanten. Diese Meinung teile ich nicht. Zumindest im Bereich der Heckspornaufnahme und vor und hinter den Cockpitausschnitten sind Spanten einzubringen. Damit werden das Heck torsionsfest und der Bereich der Cockpitausschnitte und Flächenaufnahme ausgesteift. Hier handelt es sich immerhin um ein Drei-Meter-Modell. Diese Spanten sind selbst herzustellen und einzupassen.

Der GfK-Rumpf ist grundsätzlich stabil aufgebaut; zum Stabilitätserhöhung und zusätzlichen Dämmung ist ein Styro-Sandwich eingelegt. Bei dem mir vorliegenden Rumpf ist jedoch die Gewebeschicht über der Styroeinlage zu dünn ausgefallen; dadurch ist der Rumpf sehr druckempfindlich – jede kleine Druckstelle zeichnet sich deutlich ab und …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 10/2014 des MFI Magazins.