Aus der Redaktion

Hier finden Sie Interessantes, Wichtiges, Hintergründiges, Literatur, Multimedia und mehr ...

szene

Treffpunkte, Kontakte, Meinungen, Erfreuliches, Ärgernisse - was ist los in der Modellbauszene...

archiv

Sie haben einen Bericht verpasst oder möchten einfach in alten Ausgaben stöbern…

Home » Aus der Redaktion

Die Lust am Bauen mit den Sunshine Tini

Eingereicht

Wer sich ein bisschen mit historischem Modellflug auskennt, der erkennt bei Tini die Formen des sogenannten Pattern-Klassikers Flea-Fli bzw. dessen größeren Bruder Kwik-Fly aus den USA wieder. Bei Sunshine-Modellen erhält man sauber auf Sicht laminierte GfK-Rümpfe, so auch im Fall des Tini. Dem Bausatz liegen eine Kabinenhaube, Balsaholz-beplankte Styropor-Tragflächen, Hauptfahrwerkdrähte und eine Vielzahl bearbeiteter Holzbauteile bei. Eine Anleitung und Servoabdeckungen aus ABS vervollständigen den Bausatz. Es fehlen Bugfahrwerkdraht, Räder und Bauteile für die Flugsteuerung. Vermutlich haben viele Modellbauer ohnehin hinsichtlich der Kleinteile eigene Präferenzen und ein passendes Kleinteilelager. Sunshine hat das in die Bausatzfertigung eingespeist und liefert die Bausätze zu günstigen Preisen an, wobei die Modellbauer nach eigenen Qualitäts- und Kostenansprüchen ergänzen können. Gewusst wie!

Man kann den Tini auch mit Heck- statt Bugfahrwerk aufbauen, aber so ein klassisches Modell sieht ansprechender aus, wenn es über ein Bugfahrwerk verfügt. Da ich kein lenkbares Bugfahrwerk benötigte, erstellte ich es wie schon beim Happy T. Ein Federstahldraht wird in die gewünschte Form gebogen und mit Zwirn am Motorspant befestigt, in den vorher einige Löcher gebohrt werden. Mit 5 Minuten-Epoxid wird eine Raupe zum Verfestigen des Zwirns und Versiegelung gegen Kraftstoff auf den Fahrwerkdraht und Zwirn gestrichen. Und wo wir schon am Bug sind, dann kann ich auch gleich meine eigene Methode vorstellen, Motorträger zu erstellen. Ich habe ihn aus einer Kombination von Kieferleisten und Pappelsperrholz erstellt. Die Kieferleisten sind druckfest genug für die bei den kleinen Methanolmotoren üblichen M3-Befestigungsschrauben. Eine auflaminierte Lage GfK sorgt dafür, dass sich die Muttern nicht ins Holz hineinziehen. Mit Glasfasergewebe werden auch alle Eckeverbindungen zwischen Motorspant und Kieferleisten verstärkt. Da wir einen auf Sicht laminierten GfK-Rumpf im Bausatz haben und mit Glasgewebe arbeiten müssen, wenn wir einen eigenen Motorträger wollen, gehe ich in der separaten Infobox den Begriff Glasfaser, da viele Einsteiger und auch mancher Fortgeschrittener hier nicht immer die richtigen Fachbegriffe verwendet.

Aus Kostengründen und Lust am Bauen wurde der Motorträger aus Holz erstellt.

Nachdem ich mich um Motorträger und Bugfahrwerk gekümmert hatte, ging es weiter mit den Einbauten im Rumpf. Leider liegt dem Bausatz kein fertig zugeschnittenes RC-Brett bei. Ich habe das Brett aus Pappelsperrholz erstellt, nachdem ich eine Papp-Schablone zugeschnitten hatte, um die Maße des Innenrumpfs abnehmen zu können. Eingeklebt wurde das RC-Brett nachdem die Innenseite des Rumpfs mit Schleifpapier angeraut und mit Aceton entfettet war. Da der Rumpf stabil genug ist, habe ich auf eine Verstärkung des Motorspants verzichtet und nur dort Kieferholzklötzchen eingeklebt, wo die …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 11/2019 des MFI Magazins.