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MFI zu Gast bei Laser- und Frässervice Trost

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»Eine neue Firma auf der ProWing? Was machen die denn so? Oh, das ist ja interessant…«. So raunte es unter den Besuchern der Messe, als sie vor Ausstellungsfläche von Laser- und Frässervice Trost anhielten und interessiert schauten. Treffend hatte auch gleich ein Besucher die Antwort parat: »Alles, was sonst keiner macht …«. Und tatsächlich, da wurden Holz- und Alufrästeile präsentiert, eine ganze Jet-Staffel in beachtlicher Größe und in Holzbauweise war ausgestellt, Sonderbausätze von ungewöhnlichen Modellen vorgestellt und ein freundliches Team hinter dem Stand strahlte ob des großen Erfolgs. Mit diesen Hamburger Jungs musste einfach ein Termin vor Ort ausgemacht werden. MFI reiste an und wurde herzlichst empfangen; vielen Dank dafür.

Mit Hilfe seines Maschinenparks fertigt Norbert Trost die Holzbauteile zur problemlosen Herstellung eines Rohbauteils. Das geht schnell voran und macht beim Bau Freude.

Laser- und Frässervice Trost ist noch eine recht junge Firma; im Grunde genommen ein Ein-Mann-Betrieb. Norbert Trost hat sein Hobby ständig weiterentwickelt und auf der Basis seiner Erfahrungen mit CAD und CNC die Herstellung von Holzbauteilen weitgehend automatisiert. Die Fähigkeiten und Möglichkeiten in Norberts Kellerräumen sprachen sich schnell über den eigenen Vereinskreis hinaus herum, die Anfragen nach Sonderkonstruktionen, Fräs- und Drehteilen für den Modellhobbybereich häuften sich zusehends. Warum nicht ein kleines Geschäft daraus machen, fragte er sich. Und so entstand aus dem Hobby heraus mit der Zeit ein beachtlicher Maschinenpark mit Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen sowie Laserschneidmaschinen in Norberts Werkstatträumen.

Als Autodidakt erlernte er die notwendige Programmiersprache zur Automatisierung seiner Maschinen. Die schlichte Herausforderung, die komplizierten Maschinen für das Hobby einzusetzen war sein Antrieb. Familie und gute Freunde halfen ihm dabei, seine Vorstellungen umzusetzen. Inspiziert man seine Homepage und die Werkräume, erkennt man schnell, dass Norbert mit seiner Auslegung des Begriffs Hobby ein sehr weites Feld abdeckt. Da wird auf seinen Maschinen im Grunde genommen alles gefertigt, was sich drehen, fräsen, lasern oder bohren lässt; vom Jetmodell bis hin zum Futterhäuschen. Die Palette ist riesengroß.

Nachfragen lohnt sich. Bei Norbert Trost wird alles gefräst und gelasert, was im Hobbybereich benötigt wird. Sehr gut sind auch die Servoschachtdeckel und Servorahmen in unterschiedlichen Größen.

In der Hauptsache wird mit dem Werkstoff Holz gearbeitet, aber auch andere Materialien wie Plexiglas oder Alu werden je nach Auftrag verarbeitet. Bislang wurden hauptsächlich Einzelkunden beliefert. Zunehmend fragen aber auch Händler an, die kleine Serien von speziellen Fräs- und Drehteilen zur Komplettierung ihrer Bausätze benötigen. »Das wird alles bearbeitet, es macht unheimlich Spaß. Es frisst aber auch ganz schön Zeit …« so Norbert. Detaillösungen sind für ihn eine Herausforderung. Ob das nun sein genialer Fräs- und Schleiftisch mit verstellbaren Anschlägen und Winkeln für kleine Dremel- und Proxxon-Maschinen ist, seine Alufrästeile zur Herstellung von ansehnlichen Isolierungen und Zugentlastungen bei Multiplex- und XT-Steckern und -Buchsen (siehe MFI 9 / 2018) oder seine Alubuchsen zur ansehnlichen Aussteifung von Flächenverschraubungen, die neuen Alutankverschlüsse mit Festoanschlüssen und vieles mehr. Alles ist im Detail durchdacht und praxisgerecht ausgeführt. »Es muss nicht nur gut aussehen, es muss doch auch funktionieren«, meint er. Ein sehr guter Ansatz für das Hobby.

Gute Freunde und sein Sohn Dennis haben Norbert bei der Einrichtung des Maschinenparks geholfen. Und immer, wenn es die Zeit erlaubt hilft Dennis bei Konstruktionen oder Fertigung der Modelle oder einzelner Bauteile.

Ein weiterer Bereich sind die Holzbausätze aus präzise gefrästen Bauteilen. Angefangen hat alles mit dem günstigen Einstiegsmodell Schockjet in den Jetbereich. Der ist mittlerweile ein richtiges Erfolgsmodell und schon vielfach verkauft. Er fliegt gut und lässt sich im Fall der Fälle auch leicht reparieren. Ein Vorteil der Holzbauweise. Und jedes Bauteil kann sofort nachgeliefert werden. Den Jettrainer gibt es mittlerweile mit 1,6, 2,05 und 3 m Spannweite in drei Größen. Der Jet-2 ist eine Weiterentwicklung des Shockjet; er sieht etwas gefälliger aus. Ihn gibt es mit 2,05 m Spannweite und ist ebenfalls ein Jet-Einsteigermodell, das wie der Shockjet auf absolute Funktionalität getrimmt wurde. Es gibt noch den GfK-Sportjet Odysee und auch die Jetklassiker F-105 Thunderchief und F-9 Cougar; wiederum in Holzbauweise.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 2/2019 des MFI Magazins.