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Die Wiedergeburt eines alten Freunds

Eingereicht

Amigo V – Die Geschichte der Amigos
Ende der 1950er Jahre entstand der erste Amigo, der Amigo I. Mit diesem Namen ist auch der Name Graupner untrennbar verbunden. Viele der älteren Modellflieger haben irgendwann einen Amigo gebaut. Der Amigo I wurde zu einer Zeit, in der sich nur wenige Modellflieger eine RC-Anlage leisten konnten als Freiflugmodell der Klasse A2 (heute F1A) beworben. Der Plan des Amigo II wurde ebenfalls noch ohne Fernsteuerung gezeichnet, sogar die Zündschnur für die Thermikbremse ist eingezeichnet. Oft wurde er mit einer der frühen Ein- oder Zweiachsanlagen ausgerüstet. Die nachfolgenden Amigo-Typen waren dann alle für RC vorgesehen.

Hatte der Amigo I noch 1,77 Meter Spannweite mit der in der Klasse A2 als Wettbewerbsmodell erlaubten Gesamtfläche (Fläche plus Leitwerk) von 34 qdm, wurde die Spannweite der späteren Modelle auf zwei Meter mit einer Gesamtfläche von ca. 44 qdm vergrößert. Gleich geblieben ist bis heute das Flügelprofil – zumindest ab dem Amigo II – ein aus dem Freiflug entlehntes NACA 4409. War beim Amigo I das Seitenleitwerk hinter dem Höhenleitwerk, saß es später vor dem Höhenleitwerk.


Ab dem Amigo III wurde der Rumpf signifikant geändert. Waren bei I und II die Seitenteile aus 2 mm-Balsa und mit Stegen verstärkt, wurde nun bei der hinteren Rumpfhälfte unverstärktes 3 mm-Balsa und vorne 3 mm-Sperrholz verwendet. Beim Amigo V wurden Flügel und Leitwerke vom Amigo II übernommen, ebenso die Form des Rumpfs, dessen Aufbau der des Amigo III entspricht.

Der Amigo
V Das Bild auf dem Baukasten hat sich über die Jahre kaum verändert, so auch das farbliche Layout des Modells. Die Qualität der Teile ist gut, die Holzteile wurden dünn und sauber gelasert. Die Verbindungspunkte können leicht getrennt werden. Die Leisten sind fein gemasert und gerade. Die etwas grober gemaserten können für die Außenflügel verwendet werden. Das Balsaholz für die Rippen etc. ist unverzogen und von mittlerer Härte. Leider war das Sperrholz für die vorderen Rumpfseitenwände aus Ceiba-Sperrholz verzogen, so dass der Zusammenbau um das Rumpfvorderteil halbwegs symmetrisch aufzubauen, nicht ganz einfach war. Positiv ist generell die Verwendung des gegenüber Pappel-Sperrholz festeren, aber schwereren Ceiba-Sperrholz.

Das Bild auf der Bausatzschachtel hat sich im Lauf der Jahre kaum gewandelt.

Der Bau begann mit dem Rumpf. Im ersten Arbeitsgang werden die Rumpf-Eckleisten mit Weißleim auf die Seitenwände geklebt. Ein kleiner Alu-Winkel ist eine nützliche Hilfe zum Justieren entlang der Außenkante. Im nächsten Schritt werden Spant 4 und 6 aufgesetzt und dazwischen die Servoauflage eingepasst. Letztere ist 3 mm zu kurz, so dass man hier einmitten muss. Beim Aufstellen der Spanten muss auf Rechtwinkligkeit geachtet werden.

Beim Aufsetzen der gegenüberliegenden Seitenwand wird die Parallelität mit einem Anschlagwinkel überprüft. Sonst wird der Rumpf schief. Der Zusammenbau des Vorderteils ist durch den Verzug der Sperrholzteile etwas schwierig. Nachdem …

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Ausgabe 10/2018 des MFI Magazins.